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LESERKRITIK

Batman: Arkham City

Arkham has moved...
2 Jahre dauerte es bis der Nachfolger von "Arkham Asylum" endlich erschien. Und es hat sich inzwischen einiges getan, nicht nur in unserer Zeit, sondern auch in "Gotham City" selbst. Dort ließ nämlich der neu gewählte Bürgermeister Quincy Sharp, ehemaliger Leiter von der Irrenanstalt "Arkham", 18 Monate nach den Ereignissen des Vorgängers in mitten der Stadt eine neue Anstalt errichten. Doch diese besteht nicht aus einem kleinen Gebäudekomplex, sondern aus einem gesamten Stadtteil, genannt "Arkham City", in dem sich die gefährlichsten Verbrecher der Gegend, ohne größere Sicherheitsvorkehrungen innerhalb dieses Bereiches, unter einander austoben können, natürlich gut abgeschottet von der restlichen Stadt.
Von dieser Projekt erzürnt, protestiert Batmans Alterego Bruce Wayne selbst dagegen. Daraufhin wird er nach Arkham City verschleppt und gezwungen auf eigene Faust wieder auszubrechen. Doch bis dahin muss er noch einen ausgeklügelten Plan des Jokers durchkreuzen und viele Auseinandersetzungen mit weiteren gefährlichen Gestalten, wie dem Penguin, Mister Freeze und Two-Face, bestehen. Dabei spielen diese Personen wichtige Rollen in der Handlung, welche sich immer weiter zuspitzt und in einem fulminantem, wie unerwarteten Ende auflöst.
Das Gameplay wurde in ihren Grundzügen beibehalten und durch überaus angemessene Elemente erweitert, die das Spielen nun wesentlich schneller und komplexer gestalten. Neue sinnvolle Gadgets und Ausrüstungsgegenstände vervollständigen das Equipment des dunklen Rächers, wodurch er nun effektiver gegen seine Seine Widersacher vorgehen kann. Doch diese sind nicht nur gegen seine Gegner hilfreich, sondern auch für das Lösen von Rätseln, für das Schleichen und für den eigenen Schutz. Neue Auftragstypen, wie Geschicklichkeitaufgaben, und ihre unglaubliche Vielzahl bietet mehr als genug Umfang um für mehrere Stunden bestens unterhalten zu werden.
Doch trotzdem war die Entscheidung für ein Open-World Szenario ein Rückschritt. Zwar ist diese, im Vergleich zu anderen Open-World Spielen, relativ klein gehalten, aber verspürt man fast nie, dass man hier in einem Gefängnis festsitzt. Dies war der ausschlaggebende Punkt für die grandiose Atmosphäre des Vorgängers. Dieser Druck und diese Beengheit vermittelte, dass man hier mit Verbrechern eingesperrt war, die einem ernsthaft in Bedrängnis bringen konnten. Es gab nicht viel Platz für einen Helden unter Schurken. Der einzige Druck der sich in diesem Spiel entfaltet, ist die Ausweglosigkeit angesichts der enormen Anzahl an Quests und Rätseln, die den Spieler regelrecht erschlagen können. Während "Arkham Asylum" eine gute Ausgewogenheit zwischen den Neben- und Hauptaufträgen bot, wird man hier bei erstmaligem Durchspielen schockiert sein, wie wenig man nebenbei noch erledigt hat. Als Spieler fühlt man sich da ungerecht beurteilt. Auch nach mehrmaligem Abschluss, wird noch einige Zeit beansprucht um endgültig alle Geheimnisse der Stadt zu lüften.
Man darf das jetzt nicht falsch verstehen: "Arkham City" st eines der besten Spiele des Jahres und bietet hochgradige Unterhaltung für eine lange Zeit, doch leidet die allgemeine Stimmung durch die unbeschreibliche Größe. Umfang ist eben nicht immer alles.

Durchschnittswertung: 8.5/10
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