Gamereactor International Deutsch / Dansk / Svenska / Norsk / Suomi / English / Italiano / Español / Português / Français
Einloggen






Passwort vergessen?
Noch kein Mitglied?, Dann kannst du das hier werden!

Via Facebook anmelden
FacebookFacebook
Kritik

WWE 12

Die WWE arbeitet schon lange daran, die eigene Marke zu stärken. Die Abkehr vom weniger aussagekräftigen Namen Smackdown vs. Raw ist also die logische Konsequenz. Hoffentlich hat das Spiel noch mehr Neues zu bieten als nur einen neuen Namen.

Werbung:

Wenn man sich das Cover von WWE 12 mit dem finster dreinblickenden Randy Orton anguckt, könnte man meinen, dass es sich beim Wrestling um eine todernste Angelegenheit handelt. Auch der unheimlich gut inszenierte Trailer mit dem jüngsten World Champion aller Zeiten vermittelt ein ähnliches Bild. "Bigger, Badder, Better" ist der Slogan des Spiels. Man macht sich ja schon fast in die Hose. Tatsache ist doch, dass es sich beim Wrestling um nicht mehr als ein buntes Kindertheater handelt, bei dem sich ja niemand wirklich wehtut.

Als ich noch klein war und der Fernseher sich um meine Erziehung kümmerte, war auch ich ein großer Fan des Sports - wenn man das überhaupt so bezeichnen kann. Hulk Hogan gehörte zu meinen größten TV-Idolen und ich war natürlich der festen Überzeugung, dass sich die Muskelpakete ernsthaft die Fresse polieren. Ein Schulfreund erklärte mir irgendwann, dass das ja alles gar nicht echt und nur gespielt sei. Dass Gefühl, dass sich in diesem Moment in mir breit machte, erfahren wir alle ein Mal. Nämlich dann, wenn wir realisieren, dass es den Weihnachtsmann nicht gibt.

Werbung:

Nichtsdestotrotz habe ich auch heute noch große Achtung vor der Leistung der Wrestler. Es bedarf schon einer extremen Körperbeherrschung, sich und den Gegner bei den beeindruckenden Einlagen nicht zu verletzen. Darüber hinaus ist es faszinierend, welche Publikumsmassen die Events anziehen. Die Kämpfe, die das Medienunternehmen WWE veranstaltet, sind immer ein riesiges Spektakel. Sie sind laut, bunt und bis ins Detail inszeniert.

WWE 12
Die Präsentation kommt den originalen WWE-Events teilweise sehr nahe.

Inszenierung ist auch bei WWE 12 das Schlüsselwort, denn das Spiel lebt zu einem großen Teil davon. Die Einblendungen vor und während des Matches sowie der Einmarsch in die Arena stehen dem TV-Original in nichts nach. Manche Einmärsche, wie der des Undertakers, sind so episch aufgezogen, dass sie gut und gerne eine Minute dauern. Schade ist, dass die Übergänge von einem Einmarsch zum nächsten, wie auch zum Kampf von kurzen Ladezeiten unterbrochen werden.

Vom Aussehen her macht auch das bunte Publikum eine gute Figur. Die Zuschauer hüpfen wie wild, zeigen ihre vielen Pappschilder und winken fleißig. In akustischer Hinsicht kommen die Massen allerdings weniger gut rüber. Oft wirken sie stumm und scheinen den Ereignissen im Ring nicht zu folgen. Darüber hinaus sind die Kommentatoren eher unmotiviert. Das stört die Illusion einer TV-Übertragung sehr, nach einer Weile hören wir aber kaum noch hin.

Die Wrestler selbst sehen ziemlich ordentlich aus. Nicht mehr und nicht weniger. Die Mimik funktioniert meistens ganz okay und die Gesichter kommen ihren Vorbildern sehr nahe. Der glänzende Schweiß wirkt zwar manchmal etwas übertrieben, wer sich die Fernsehbilder aber anschaut stellt fest, dass die Wrestler tatsächlich so ölig aussehen. Eine High-End-Grafik braucht man von WWE 12 aber nicht erwarten.

WWE 12
WWE 12
WWE 12
WWE 12
WWE 12
WWE 12
WWE 12
WWE 12
WWE 12
WWE 12
WWE 12
WWE 12
WWE 12
WWE 12
WWE 12
WWE 12
WWE 12
WWE 12
WWE 12
WWE 12
WWE 12
WWE 12
WWE 12
WWE 12
WWE 12
WWE 12
WWE 12
WWE 12
WWE 12
WWE 12
WWE 12
WWE 12
WWE 12
WWE 12
WWE 12
WWE 12
WWE 12
WWE 12
WWE 12
Werbung: