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Kritik

Dead Space 3

Wieder ist es Isaac Clarke, der gegen die Necromorphs kämpft und die gesamte Menschheit retten will. Auch im dritten Teil der Reihe bleibt also alles beim Alten. Doch so ganz stimmt das nicht, denn so richtige Stimmung kommt eher selten auf.

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An den Anfang von Dead Space 2 werde ich mich mein ganzes Leben lang erinnern. Selten wurden wir von einem Spiel so ins kalte Wasser geworfen und von der ersten Sekunde an so gefesselt. Mit dieser Erwartung ging ich auch an den dritten Teil heran und wurde bitter enttäuscht. Die ersten Minuten sind zuerst unheimlich lahm, dann vollgepackt mit plumpem Geballer. Und nach kurzer Zeit hatte ich eigentlich keine Lust mehr weiterzuspielen.

Hier wird bereits das größte Problem von Dead Space 3 deutlich. Es ist der Nachfolger eines unheimlich guten Spiels, mit dem es sich in jedem Aspekt vergleichen lassen muss. Der zweite Teil der Reihe hat die Messlatte dermaßen hochgelegt, dass der Nachfolger, die in ihn gesteckten Erwartungen, nur schwer erfüllen können wird. Und es sind diese Erwartungen an denen Dead Space 3 dann scheitert. Doch darauf kommen wir noch zurück.

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Auch im dritten Teil von Dead Space spielen wir Isaac Clarke und kämpfen, ganz kurz gefasst, gegen außerirdische Mächte, welche die Menschheit bedrohen. Wie in den Vorgängern haben wir es auf dem Weg dahin mit Necromorphs zu tun. Das sind größtenteils Menschen, die zu fiesen Ungeheuern mutiert sind. Dieser entledigen wir uns am besten, indem wir ihnen die Gliedmaßen abschießen. Treffer auf den Körper bringen nicht viel und mit der Munition sollten wir lieber sparsam umgehen.

Dead Space 3Dead Space 3
Auch im dritten Teil spielen wir Isaac Clarke und kämpfen gegen außerirdische Mächte, die die Menschheit bedrohen.

Um sich erfolgreich durch die Gegnermassen zu kämpfen, müssen wir gekonnt unsere drei Fähigkeiten einsetzen: Waffen, Kinese und Stase. Mit Hilfe der Kinese heben wir entfernte Gegenstände auf und schießen sie auf die Gegner. Hier erweisen sich Besenstiele oder abgehackte Gliedmaßen als sehr wirkungsvolle Waffen und darüber hinaus spart das eine Menge Munition. Ein Schuss mit der Stase verlangsamt die Gegner auf Zeitlupentempo, wodurch wir sie gezielt ihrer Körperteile entledigen können.

Was Dead Space 3 ausgesprochen gut gelingt, ist unseren Sammeltrieb zu fordern. Überall finden wir Kisten, die wir zertreten und Schränke, die wir durchstöbern können. Neben Munition und Medi-Packs finden sich vor allem jede Menge verschiedenster Bauteile. Mit diesen Ressourcen kann der gelernte Ingenieur Isaac an Werkbänken Waffen, Upgrades und Equipment zusammenbauen. Auch die Panzerung unseres Anzugs, sowie Stase und Kinese lassen sich damit aufwerten.

Das Bauen von Waffen erscheint im ersten Moment noch etwas unübersichtlich, erweist sich dann doch als sehr intuitiv und nützlich. Beim Zusammenbauen wählen ein oberes und ein unteres Modul und können so praktisch alle Waffenarten miteinander kombinieren. So belegen wir beispielsweise den Primärschuss mit einem Maschinengewehr und den Sekundärschuss mit einem Flammenwerfer. Mit zusätzlichen Aufsätzen beeinflussen wir unter anderem Reichweite oder Feuermodus. Kleine Extras versehen die Schüsse beispielsweise mit etwas Stase oder sammeln automatisch herumliegende Munition auf.

Dead Space 3
Das Bauen von Waffen erscheint im ersten Moment noch etwas unübersichtlich, erweist sich dann doch als sehr intuitiv und nützlich.

Unterstützt wird unser Sammeltrieb von den Scavenger Bots, von denen wir bis zu fünf im Verlauf des Spieles finden, wenn wir denn auch gründlich genug suchen. Mit ihrer Hilfe orten wir Punkte, an denen wir sie aussetzen und für uns nach Ressourcen suchen lassen. Nach wenigen Minuten können wir den kleinen Roboter mitsamt Beute an der nächsten Werkbank abholen. Das Sammeln ist in Dead Space 3 überlebenswichtig. Wer dem nicht genug Aufmerksamkeit schenkt, wird im Laufe des Spiels ernsthafte Probleme bekommen. Dennoch ist in Dead Space 3 dieser Rollenspielaspekt deutlich abgeschwächt worden.

Bedeutete ein übersehener Upgrade-Circuit in den Vorgängern noch ein Nachteil für den gesamten weiteren Spielverlauf, ist es hier weniger schlimm, wenn wir mal einen verpassen. Da in eine Waffe nur vier dieser Bauteile passen und diese nur ein bestimmtes Attribut der Waffe verbessern, ersetzen die neueren und besseren sowieso die alten. Darüber hinaus können wir einen Upgrade-Circuit auch einfach nachbauen, sobald wir ihn einmal aufgesammelt haben. Der eine würde sagen, man habe hier das Spiel vereinfacht, der andere, man habe es verflacht.

Auch wenn sich das Spiel nach den ersten schwachen Minuten etwas fängt, kommt die geliebte Stimmung aus dem Vorgänger eher selten auf. Schreckmomente sind oft sehr plump eingesetzt und sind häufig sehr vorhersehbar. Irritierend war das unheimlich frühe Auftreten der so genannten Ubermorphs. Das Dumme an diesen Viechern ist, dass man sie praktisch nicht töten kann. Abgeschossene Gliedmaßen bilden sie einfach kurzerhand nach. Da hilft nur mit Stase lähmen und wegrennen.

Dead Space 3
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