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KRITIK

STACKING

Stacking muss man kaufen! Warum hier groß drum herumreden? Wer mit dem wunderschönen Downloadspiel von Tim Schafers Studio Double Fine nichts anfangen kann, ist ein spaßfreier Misanthrop, der jeglichen Spieltrieb verloren hat.


Denn, Stacking hat alles: eine liebevolle Story, innovatives Gameplay, eine tolle Präsentation und viel Humor. Charlie Blackmore, der Protagonist und die kleinste Holzpuppe in einer Welt der Matrjoschkas zieht aus, um seine Familie aus den Fängen des bösen Barons zu befreien und der Kinderarbeit ein Ende zu setzen.

Das schlichte Spielprinzip besteht darin, dass Charlie in die jeweils nächst größere Holzpuppe schlüpfen und deren einzigartige Fähigkeit übernehmen darf. Mit diesen Fähigkeiten, oder Kombinationen von diesen, werden dann die gestellten Aufgaben gelöst. Die Möglichkeiten sind dabei riesig, zumal es bei den Herrausforderungen immer zwischen drei bis fünf Lösungsmöglichkeiten gibt und man auch dazu angehalten wird, sie alle zu finden.

Es sind bestimmt an die hundert verschiedene Holzpuppen mit unterschiedlichen und vermeintlich mehr oder weniger sinnlosen Fähigkeiten im Spiel zu finden. Da reicht die Bandbreite vom kräftigen Händedruck bis zum Tee trinken. Das war von Double Fines Tim Schafer auch nicht anders zu erwarten. Man fühlt sofort den Charme der alten Lucasarts-Adventures wie Day of the Tentacle, Full Throttle und Grim Fandango

Stacking

Das ganze Spiel wird uns in einer Art Stummfilm-Optik im Stil der 1920er Jahre präsentiert - und sieht einfach wunderschön aus. Das Ausprobieren der unterschiedlichen Puppen und die ständigen kleinen Entdeckungen, die man beim lösen der Aufgaben macht, lassen die relativ kurze Spielzeit von maximal sechs Stunden wie im Flug vergehen.

Trotz der Idee, schon gelöste Aufgaben auf unterschiedliche Weise mehrfach zu bewältigen, wurde bei Stacking nichts künstlich in die Länge gezogen. So bleibt das Konzept bis zum Ende sehr frisch und man besucht ernsthaft voller Freude noch mal bereits absolvierte Level, um die letzten Lösungen zu finden oder nach den verschiedenen einzigartigen Puppen zu suchen, die in der Sammlung noch fehlen oder eben die diversen Miniaufgaben zu lösen.

Es gibt eigentlich nichts an diesem großartigen Spiel auszusetzen, bis ganz vielleicht auf die Tatsache, dass der Schwierigkeitsgrad gegen Ende ruhig noch ein bisschen härter hätte ausfallen dürfen. Das stimmt insbesondere, weil es sowieso eine Hilfefunktion im Spiel gibt, die ein Scheitern nahezu unmöglich macht. Aber egal, ob jemand nun Hardcore- oder Casual-Spieler ist, dem Charme von Stacking dürfte so ziemlich jeder erliegen.

10 Gamereactor Deutschland
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