Gamereactor International Deutsch / Dansk / Svenska / Norsk / Suomi / English / Italiano / Español / Português / Français / Nederlands
Gamereactor
Einloggen






Passwort vergessen?
Noch kein Mitglied?, Dann kannst du das hier werden!

Via Facebook anmelden
Gamereactor Deutschland
Kritiken
Pyre

Pyre

Obwohl sie aus dem Commonwealth verbannt wurden, beschließen diese ungleichen Champions, ihre Ehre in den Riten wiederherzustellen.

Die Spiele von Supergiant Games haben schon immer etwas Besonderes an sich und das liegt nicht nur an ihrer einzigartigen Ästhetik. Das Studio hat kein Problem damit, bekanntes Terrain neu zu erforschen. Das ist positiv gemeint und gilt insbesondere für Pyre, dem nach Bastion und Transistor dritten Titel des Studios.

PyrePyre
Ob wir in den Riten verlieren oder gewinnen ist am Ende gar nicht wichtig, es geht vielmehr darum, wie wir mit den Figuren umgehen.

Pyre spielt auf dem Downside, einer jämmerlichen Welt in der die Exilanten leben, die aus dem Commonwealth verbannt wurden. Hier wird der Spieler von einer Gruppe Wanderer aufgefunden. Es stellt sich heraus, dass wir in der Lage sind ein besonderes Buch zu lesen und somit den Exilanten bei ihren Ritualen helfen können, die sie erfolgreich absolvieren müssen, um ihren Platz im Commonwealth zurückzugewinnen.

In Pyre dreht sich alles um genau diese Rituale. Es kämpfen Teams aus jeweils drei Exilanten darum, eine Kugel mit dem gegnerischen Pyre zu entzünden. Ganz grob gleicht dieses Prinzip einem Basketball-Match, in dem jedes Team drei Spieler auf den Platz stellt. Jedes Pyre brennt mit 100 Punkten, Items und spezielle Fähigkeiten der Exilanten beeinflussen diese Ausgangslage. Befördert ein Exilant den Orb ins Pyre, verliert das Feuer an Kraft in Abhängigkeit vom Ruhm-Wert des Schützen.

Ein Schlüsselaspekt ist die Tatsache, dass sich in jedem Team nur ein einziger Spieler bewegt (das ist natürlich der Charakter, den wir steuern). Diejenigen Spielfiguren, die nicht im Ballbesitz sind, werden von ihrer Aura umgeben, die der feindliche Ballträger tunlichst vermeiden sollte. Gelingt ihm das nicht, verbannt ihn die Aura des gegnerischen Teams für kurze Zeit aus dem Spiel. Wie genau das funktioniert, unterscheidet sich bei jedem der acht Klassen sehr stark - es gibt also viele Varianten und Taktiken.

PyrePyre
Die meisten Charaktere schließt man schnell ins Herz und die Art und Weise, wie wir mit ihnen interagieren verändert ihren Weg.

In den Riten geht es also darum, eine Lücke in der gegnerischen Formation zu schaffen, in dem man beispielsweise die Spieler des anderen Teams vom Platz nimmt oder sie ausmanövriert. Derjenige der das gegnerische Pyre entzündet, ist für die nächste Runde gesperrt, taucht in der Folgerunde aber wieder auf. Vorerst spielen wir allerdings mit zwei Figuren gegen drei Charakteren weiter. Man kann den Orb auch ins Pyre werfen und macht dabei mehr Schaden, je länger der Wurf aufgeladen wird. Das ist eine Art Drei-Punkte-Mechanik, die sich auszahlen kann, wenn man geschickt ist. Das Spiel ist schnell und manchmal sehr verwirrend, aber es funktioniert schon nach kurzer Zeit intuitiv und ist damit eine ganz neue Art, die ewigen Kämpfe in Action-RPGs auszutragen.

Wie in einer ganz normalen Sportart kämpfen die Teams gegeneinander und am Ende der Saison stehen wir (unser Team ist besonders und landet immer im Finale) dem Team mit den meisten Punkten im Befreiungs-Ritual gegenüber. Das Siegerteam kann seinen gesalbten Spieler zurück ins Commonwealth schicken, um ihn von seinen Sünden reinzuwaschen.

Bei der sportlichen Natur dieser Rituale könnte man glauben, dass alles von Fähigkeiten und schnellen Reflexen abhängt, aber das ist nicht die ganze Wahrheit. Die fähigen Spieler werden sich durchsetzen, wenn alle anderen Umstände gleich sind, aber sein Team so aufzustellen, dass es gut kontert, ist schon der halbe Sieg. Die meisten Teams im Downside haben nur eine Klasse von Spielern - Nomaden, Harpyien oder Würmer. Wir können solche Formationen mit gut gewählten Charakteren kontern und die ausgerüsteten Talismane spielen dabei eine wichtige Rolle.

Ein Talisman kann in einem Match den Unterschied machen. Die Talismane und Skills des anderen Teams im Auge zu behalten ist also extrem wichtig. Vielleicht haben die Feinde versteckte Perks, die es sinnlos machen sie zu verbannen (weil sie sehr schnell zurückkehren oder explodieren und uns mit ausschalten) - dann ist ein offensives, schnelles Team die erste Wahl, das eher punkten als verbannen will.

PyrePyre
Anfangs habe ich begierig alle Infos verschlungen, doch am Ende habe ich die Texte einfach weggeklickt und auch einige Nuancen verloren.

Das mag sicher verwirrend klingen, wenn man es noch nicht selbst versucht hat. Pyre ist eines dieser Spiele, die man erst wirklich versteht, nachdem wir man sie selbst erlebt hat. Das Für und Wider der Rituale ist schwer zu erklären. Diese Ritual-Duelle können schnell vorbei sein oder lange andauern, falls es taktisch zugeht. Man kann offline gegen einen Freund antreten oder misst sich mit der CPU. Die Rituale zu überleben, während alle Titanen-Sterne aktiviert sind (das sind passive Boni für das andere Team, die uns mit Erfahrung belohnen) ist eine echte Herausforderung. Obendrauf gibt es drei Schwierigkeitsgrade, die wir jederzeit wechseln dürfen.

PyrePyre
PyrePyre