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Kritiken
Final Fantasy XIV: Stormblood

Final Fantasy XIV: Stormblood

Wie ein guter Wein wird Final Fantasy XIV mit jedem kommenden Erweiterung besser.

  • Text: Andreas J. Leth-Sørensen

Als Square Enix 2010 Final Fantasy XIV veröffentlichte, hatten wir bekanntermaßen unsere Zweifel am Fantasy-MMO, aber nach unzähligen Stunden mit den Kriegern des Lichts in den Wüsten von Thanalan, dem Waldkönigreich Gridania und den schneebedeckten Gipfeln von Ishgard, hat der Titel dann doch für einige wirklich schöne Erinnerungen gesorgt. Das Spielerlebnis ist seit der Veröffentlichung massiv gewachsen und jetzt ist die zweite große Erweiterung - Stormblood - erschienen, die glücklicherweise ebenfalls qualitativ sehr hochwertig ausgefallen ist.

Final Fantasy XIV: StormbloodFinal Fantasy XIV: Stormblood
Durch die spektakulären magischen Effekte wirkt der Magier ein wenig übermächtig, aber er ist in Wirklichkeit gut ausbalanciert

Stormblood beginnt kurz nach den Ereignissen in Heavensward und die Charaktere unserer früheren Reise sind wieder mit von der Partie. Darunter der stets zuverlässige Cid, Alisaie und Lyse, die dieses Mal im Mittelpunkt steht, da Stormblood in ihrer Heimat spielt. Neben den Rückkehrern, dreht sich in Stormblood alles um die Befreiung von Ala Mhigo in der Nähe von Gyr Abania. Der Plot verschwendet keine Zeit und wir finden uns schnell inmitten der Action wieder, denn es wütet ein schrecklicher Bürgerkrieg.

Die Art und Weise wie Final Fantasy XIV seine Geschichte erzählt bleibt auch im neuen Add On bestehen. Es ist nuancenreicher als andere Titel des Genres und bietet lange Zwischensequenzen und eine großartige Sprachausgabe. Hier werden wir nicht viele „Zieht los, tötet fünf Kreaturen und bringt mir ihre Hörner!"-Missionen finden, sondern echte Herausforderungen bekommen. Auch wenn man keine Geschichte auf dem Niveau eines Singleplayer-Final Fantasys erwarten darf, so weiß Stormblood doch ein schönes Märchen mit interessanten Figuren und Ereignissen zu erzählen. Ich finde das ist ein willkommener Trend, denn Stormblood führt die Idee fort, dass es in MMORPGs ebenso sehr um den individuellen Spieler, als auch um die Online-Agenda gehen sollte.

Am Anfang fühlen sich die neuen Gebiete ein wenig leer und verlassen an, aber das stimmt eigentlich nicht. Die Gipfel sind nicht unbedingt eine Augenweide, aber je mehr man die unterschiedlichen Gebiete erforscht, desto mehr treten die wunderschönen Details in den Vordergrund. Und wo ich grade von Schönheit spreche, das Spiel sieht großartig aus und zeigt einmal mehr, dass Final Fantasy XIV Welten zu bieten hat, die einem die Kinnlade runterklappen lassen. Jedes Detail von den herbstlichen Bäumen über die hinterlassenen Schlachtfelder bis hin zu den Sonnenstrahlen, die sich durch die Landschaft winden, einfach alles ist unglaublich gut und liebevoll gestaltet.

Final Fantasy XIV: StormbloodFinal Fantasy XIV: Stormblood
Die Art und Weise wie Final Fantasy XIV seine Geschichte erzählt, bleibt auch im neuen Add On bestehen.

Die zwei neuen Klassen, der Samurai und der Rotmagier, bezaubern mit unterschiedlichen Zaubern und Fähigkeiten und reihen sich gut in die bestehenden Klassen ein. Sie lassen sich ordentlich steuern, auch wenn mir persönlich der Stil vom Samurai doch etwas besser gefällt, als der magielastige Rotmagier. Der Samurai verknüpft Angriffsanimationen und kombiniert diese zu einem tödlichen Tanz, der mächtig Schaden verursacht. Der Rotmagier hingegen beherrscht eine Mischung aus schwarzer und weiße Magie, verbunden mit unterschiedlichen Schwertkampf-Fähigkeiten. Wenn wir Zauber wirken verringert sich die Abklingzeit des nächsten Fähigkeit und erlaubt es uns im nächsten Zug, Magie doppelt zu wirken. Durch die spektakulären magischen Effekte wirkt der Magier ein wenig übermächtig, aber er ist in Wahrheit gut ausbalanciert.

Stormblood leidet aber unter den gleichen Fehlern, wie schon die früheren Erweiterungen. Zwischen den Kapiteln warten lange Grinds und das grauenhafte User-Interface stört den Spielfluss. Zwischensequenzen mit oder ohne Sprachausgabe sind ebenfalls wieder zu sehen und wirken dadurch inkonsistent. Diese kleineren Probleme ruinieren nicht das Spiel, aber es ist schon eine Schande, dass sie nach zwei Erweiterungen immer noch zu finden sind. Die Erfolgsgeschichte von Final Fantasy XIV ist lang und Stormblood zeigt, wie weit es das Spiel mittlerweile gebracht hat. Viele seiner Elemente funktionieren großartig und die Optik gehört zum Besten, was Videospiele heutzutage zu bieten haben. Es ist ein Spiel, dass sein Erbe versteht, ohne sich unnötig zu wiederholen. Wir können kaum abwarten was die Zukunft des Franchise uns bieten wird.

Final Fantasy XIV: StormbloodFinal Fantasy XIV: Stormblood
Am Anfang fühlen sich die neuen Gebiete ein wenig leer und verlassen an, aber das stimmt eigentlich nicht.
08 Gamereactor Deutschland
8 / 10
+
Witzige neue Klassen; exzellente Geschichte; Starkes offenes Welt-Design.
-
Nerviges User-Interface; wiederholt die gleiche Fehler wie die Vorgängerversion und das Hauptspiel.
overall score
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