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Kritik

VR Invaders

Die aktuelle Generation der VR-Brillen wirkt höchst futuristisch - VR Invaders erlaubt uns einen Blick in das Thema Hacking. Mit einer dicken Knarre in der Hand!

Die aufregende Reise in die virtuelle Realität geht weiter, demnächst erreichen uns mit Star Trek: Bridge Crew und Farpoint zwei dicke, neue Vorzeigetitel. Bis dahin springen weiter Indies in die Bresche und mit der Complete Edition von VR Invaders landet nun ein weiteres PC-Spiel aus dem letzten Jahr auf Playstation VR.

Die Story spielt im Jahre 2046, die virtuelle Realität ist dort längst ein Zufluchtsort aus dem harten Alltag geworden - ein Ort, in dem man sich regelrecht verlieren kann. Und das ist wörtlich zu nehmen, denn Viren und Malware können Individuen schon mal im Datenraum gefangen halten. Dann müssen die Mitglieder der VR-Rescue Force ans Werk und wir schlüpfen in die Rolle eines dieser Agenten. Thomas Hall ist der Name unseres Helden, der sich unvermittelt im Kampf mit einer aggressiven künstlichen Intelligenz wiederfindet.

VR InvadersVR Invaders
Thomas Hall ballert sich in diesem Spiel durch hübsche und unterschiedlich anzusehende Schauplätze.

Visualisiert wird dieses Hacker-Duell, indem man sich auf einer kleinen Plattform in schwindelerregenden Höhen im Datenraum wiederfindet, ausgestattet mit einer dicken Knarre und einem Gladiatorenschild, mit dem gegnerische Schüsse abgewehrt werden können. Angegriffen wird man von zahlreichen Drohnen und anderen Störenfrieden, die beim Abschuss auch mal ein Power-Up für mehr Gesundheit oder andere Schussmodi für die Knarre fallen lassen. Abgesehen von Laser, Shotgun und Schnellfeuerwaffe ist die Zeitlupe der beste Freund: Sie wird mit dem Move-Controller ausgelöst, der das Schild symbolisiert. So weichen wir dem gegnerischen Feuer aus oder schießen die feindlichen Kugeln einfach komfortabel ab. Am Ende von jeder der acht Level wartet dann ein dicker Boss, der seine eigene Strategie erfordert. Der Funkverkehr mit der Vorgesetzten am anderen Ende der Datenleitung sorgt derweil für Auflockerung, die in den besten Momenten an den Charme der Serie Firefly erinnert.

So ballert Thomas Hall sich locker-flockig durch die kurze Story, deren Ende selbst mit einigen Fehlversuchen schon nach weniger als zwei Stunden erreicht ist. Die unterschiedlichen, zerstörbaren Schauplätze und Gegner sind dabei schick und abwechslungsreich gestaltet, auch die spacige Musik trägt zum guten Ambiente bei. Das Gameplay ist allerdings ziemlich eintönig, theoretisch lässt sich das Spiel im einfachen Schwierigkeitsgrad auch im Sitzen mit stoischem Dauerfeuer bewältigen. Das kostet allerdings dann einiges an Spielspaß, denn richtig in Fahrt kommt VR Invaders, genau wie sein von Steam bekanntes Vorbild "Space Pirate Trainer", erst bei vollem Körpereinsatz. Es macht viel mehr Laune, ein bisschen nach links und rechts zu hopsen, wenn man beschossen wird, und in der Zeitlupe matrix-artige Verrenkungen zu vollführen, als einfach nur die Schüsse gelangweilt mit dem Schild abzublocken. Einerseits wäre es schön gewesen, wenn zumindest mehr von den Bossgegnern solche Bewegungen zwingend erforderlich machen würden, andererseits ist es vorbildlich, dass das Gameplay auf PSVR angepasst wurde und so eben auch im Sitzen gespielt werden kann.

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Insgesamt bietet das Spiel somit ein rundes Erlebnis, das durch lokale Highscores sowie einen Survival- und Horde-Modus abgerundet wird. Trotzdem wäre mehr Content wirklich schön, auch wenn der günstige Preis für das Gebotene angemessen erscheint. VR Invaders ist ein durchaus empfehlenswertes Erlebnis für Playstation VR-Spieler, das gut auf die Gegebenheiten des Systems angepasst wurde und mit recht wenigen Bugs daherkommt.

VR InvadersVR Invaders
Um VR Invaders zu spielen ist ein PSVR-Headset und zwei PS Move-Controller erforderlich.
06 Gamereactor Deutschland
6 / 10
+
Stimmiges Design, spaßige Schießbude, nette Story-Dialoge
-
Statisches Gameplay, kurze Durchspielzeit
overall score
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