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Kritik

Virtua Fighter 5: Final Showdown

Es ist schon erstaunlich, wie wenig sich über die Jahre zwischen zwei Teilen einer Spielereihe tun kann. Mittlerweile ist das ja sogar eher ein gutes Zeichen. Bei Virtua Fighter 5: Final Showdown ist jedenfalls so.

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Auch wenn Virtua Fighter 5: Final Showdown ab dem 5. Juni zum Download bereit steht, kann dennoch nicht von einem neuen Spiel die Rede sein. Eigentlich. Einerseits, weil Unterschiede zum originalen fünften Teil nur rar gesät sind. Und der ist immerhin schon über fünf Jahre alt. Andererseits weil es das Spiel in dieser Version schon seit zwei Jahren gibt. Nämlich auf japanischen Arcade-Automaten. Das erklärt möglicherweise einige Schwächen des Prüglers, die aber wiederum nicht über seine Stärken hinwegtäuschen.

19 Charaktere stehen in Virtua Fighter 5: Final Showdown zur Auswahl. Einziger Neuzugang ist hierbei der Karatekämpfer Jean. Taka-Arashi, aus dem dritten Teil der Reihe bekannt, feiert ein kleines Comeback. 19 mag vielleicht nach nicht sonderlich viel klingen. Doch wie beispielsweise bei Soul Calibur V haben wir es hier mit sehr individuellen Kämpfern zu tun, bei denen sich kein Kampfstil wiederholt. Ich hab' ehrlich gesagt aber auch keine Ahnung, was Hakkyoku-Ken oder Ensei-Ken genau sein soll.

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Die Charaktere sind zwar von ihrer äußeren Erscheinung her schön gestaltet, allerdings sehr detailarm, was nicht nur in den Sequenzen vor und nach den Kämpfen auffällt. Dort kommen noch die leblosen Mimiken der Recken dazu. Mit etwas Glück hat der Charakter glänzende Klamotten an. Die recht hübschen Lichtreflektionen schaffen es, die Detailarmut wenigstens ein bisschen zu übertünchen. Die große Stärke liegt dagegen in den Animationen, die nicht nur sehr schick aussehen, sondern auch sehr flüssig ineinander übergehen.

Virtua Fighter 5: Final Showdown

Virtua Fighter 5: Final Showdown ist optisch das mit Abstand trockenste aktuelle Kampfspiel. Selten ist ein Spiel so sparsam, mit Grafikeffekten umgegangen wie Segas neustes Beat'em Up. Die wenigen Partikel, die bei harten Treffern kurz aufleuchten, sind meist so schnell wieder weg, dass sie so gut wie gar nicht wahrgenommen werden. Hier wäre etwas mehr Leucht- und Farbenpracht angemessen, denn auch die Stages strotzen nicht gerade davon.

Diese fallen zum Großteil sehr uninspiriert und trist aus. Eine Stage, inmitten einer verschneiten Umgebung und vom Flutlicht erhellt, überfordert mein Gemüt derart mit Grautönen, dass ich nach kurzer Zeit merklich traurig wurde. Meistens kommen die Stages nicht über das Flair eines Krankenhausflures hinaus. Die Kampfstätten sind schlichtweg austauschbar. Es ist einfach schade, wenn die Orte so wenig Charme versprühen, dass wir uns nicht mal auf sie freuen können. Mag das Alter des Spiels noch eine Entschuldigung für die detailarmen Charaktere sein, für die Stages ist es keine.

Virtua Fighter 5: Final Showdown
Virtua Fighter 5: Final Showdown
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