Gamereactor International Deutsch / Dansk / Svenska / Norsk / Suomi / English / Italiano / Español
Einloggen
amigo






Passwort vergessen?
Noch kein Mitglied?, Dann kannst du das hier werden!

Via Facebook anmelden
FacebookFacebook
KRITIK

RESISTANCE: BURNING SKIES

Insomniac hat die Resistance-Reihe hinter sich gelassen, doch die Widerstandsbewegung lebt weiter. Erstmals stellen wir uns nun der Invasion der Vereinigten Staaten durch die Chimera auf der PS Vita.

In Resistance: Burning Skies erwarten uns keine Gegner, die unseren Schutzschild zerreißen und unsere Knochen in Einzelteile zerschmettern. Uns erwarten keine spannenden Bootsfahrten durch die Sümpfe einer Geisterstadt. Schöne Redwood-Wälder? Vergesst es. Herrliche Panoramen? Fehlanzeige. Eine überraschende Wendung der Geschichte? Nicht vorhanden. Natürlich war klar, dass Resistance: Burning Skies nicht das Niveau der Insomniac-Titeln würde halten können, doch das es so schlimm werden würde, war nicht abzusehen. Nihilistic Software hat aus Resistance für die Vita einen Titel unter vielen gemacht - und damit ein unfassbares Potenzial verschwendet.

Das ist auch ganz persönlich tragisch, weil die Resistance-Reihe quasi mein persönlicher Liebling ist. Sicherlich nicht auf einem so fanatischen Level, dass ich die Tage bis zum Erscheinen des nächsten Titels gezählt hätte. Aber ich mochte schon immer, was Insomniac aus dem Genre rausgeholt hat. Die Spiele in einem alternativen 1950er-Szenario anzusiedeln, in dem alptraumhafte Monster die Erde bedrohen, eröffnete einige interessante und einzigarte Design-Möglichkeiten.

Die ganze Serie ist bis zum letzten Teil durchzogen von kontinuierlichen Fortschritten. Die Chimera-Gegner wurden gruseliger, die Waffen brachten mehr Action-Spaß, die Atmosphäre wurde dichter, das Tempo variierte besser und die gesamte Umgebung wurde stets interessanter. Jedes Spiel hatte eine bessere Balance, war grafisch ansprechender und tiefgründiger als sein Vorgänger. Nihilistic Softwares Resistance: Burning Skies dürfte eines der letzten Spiele der Reihe sein. Zumindest für eine ganze Weile.

Resistance: Burning Skies
Ganz bestimmt kein Highlight ist die Grafik. In grau-braunen Einheitsumgebungen erwarten uns stelzig animierte Chimera-Gegner.

Wie bei Joe Capelli in Resistance 3 handelt es sich auch beim Hauptcharakter in Resistance: Burning Skies um einen Familienmenschen. Als die Chimera-Armee an der Ostküste der USA einmarschiert, will Tom Riley vor allem eines: Seine Frau und Tochter in Sicherheit bringen. Eigentlich ist unser Held ein einfacher Feuerwehrmann, doch die Umstände zwingen ihn nun dazu, so schnell wie möglich eine Ein-Mann-Armee zu werden. Gemeinsam mit Ellie, einer knallharte Kämpferin des Widerstands, begibt er sich auf seine schwierige und gefährliche Reise.

Doch bereits nach den ersten Spielminuten wird deutlich, dass es Nihilistic nicht gelungen ist, die gute Entwicklung von Insomniac fortzusetzen. Und zwar überhaupt nicht. Ganz gleich, ob in einer zerbombten Stadt, auf einer zerbombten Brücke oder einem zerbombten Flüchtlingslage - wir kämpfen uns ständig durch die immer gleichen, braun-grauen Gänge. In denen will nicht ein Funke Spielspaß aufkommen. Wenn die Gänge dann in die weiteren Arenen münden, ist der Rest eigentlich klar: Tonnen von Kanonenfutter strömt von allen Seiten und aus allen Ecken auf uns zu. Das brilliante Tempo, die überraschenden Momente, die Variationen und all die aufregenden Umgebungen der Original-Titel verblassen in der Ferne. Zurück gelassen im Jetzt erwartet uns nur noch Langeweile.

BETA +