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Kritiken
The Witcher 3: Wild Hunt

The Witcher 3: Wild Hunt - Hearts of Stone

Ein Unsterblicher mit einem Herz aus Stein, ein mysteriöser Halbgott, ein verfluchter Prinz und ein mürrischer Hexer - CD Projekt zieht alle Register.

The Witcher 3: Hearts of Stone versetzt mich zurück in die Zeit als ich noch jung war. Eine Erweiterung für ein Spiel zu kaufen, das ich liebte, war genauso aufregend wie ein brandneues Spiel. Ich war immer neugierig auf mehr von dem, was ich bereits kannte, aber ich wollte auch neue Orte erkunden und mächtiger werden. Manchmal, so wie im Fall von The Elder Scrolls III: Bloodmoon und Baldur's Gate II: Throne of Bhaal, habe ich mehr bekommen, als ich mir erträumt hatte. Es führte zu einer Erfahrung, die das eigentliche Spiel weit übertroffen hat. Diese erste Erweiterung für The Witcher 3: Wild Hunt brachte mir ein Stück dieser kindlichen Begeisterung zurück.

Wenn es auf reine Zahlen herunterbrochen wird, bekommen wir etwa zehn weitere Stunden Geschichte, neue Nebenmissionen, eine erweiterte Karte von Novigrad und neue Pläne für noch mächtigere Waffen und Rüstungen. Wenn wir allerdings noch weiter schauen, dann bedeutet es auch, dass wir noch tiefer in eine bereits brillant ausgearbeitete Spielwelt eintauchen können.

The Witcher 3: Wild HuntThe Witcher 3: Wild Hunt
Die Hauptgeschichte von Hearts of Stone gerät Geralt von Riva in die Auseinandersetzungen von ein paar wirklich gruseligen Gestalten.

Die Hauptgeschichte von Hearts of Stone gerät Geralt von Riva in die Auseinandersetzungen von ein paar wirklich gruseligen Gestalten. Die Welt von The Witcher ist wahrlich kein besonders freundlicher Ort, aber ein paar der Charaktere, denen wir in Hearts of Stone begegnen, lassen selbst die Reiter der Wilden Jagd im Vergleich blass erscheinen - Achtung, Wortspiel. Es gibt natürlich eine Figur mit einem Herzen aus Stein, die der Erweiterung ihren Namen gegeben hat. Und es gibt einen Mann, der sich selbst als Spiegelmeister bezeichnet. Ich werde an dieser Stelle auf keine Details eingehen, aber CD Projekt Red war in Topform, als die Handlung hierfür geschrieben wurde. Es ist gelungen eine Geschichte zu stricken, die innerhalb eines kurzen zeitlichen Rahmens sowohl bedrohlich als auch spannend ist.

Hearts of Stone führt außerdem eine komplett neue Kultur ein, die weit entfernt lebende Nation Ofir. Hier werden Einflüsse aus Afrika und dem Mittleren Osten miteinander vermengt, die im Ergebnis wie ein arabisch-byzantinisches Reich zu seiner Blütezeit wirkt. Ich hatte sehr viel Freude mit den wenigen Charakteren der Ofieri zu sprechen, denen wir in dieser Erweiterung begegnen können, um mehr über sie zu erfahren. Dies gab mir ein sehr deutliches Gefühl, dass das Universum von The Witcher nicht nur von Nilfgaard und Monstern handelt. Es gibt Leute, die woanders auch ganz gut klar kommen.

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Die Kultur der Ofieri gibt es aber nicht nur als schmückendes Beiwerk. Von ihr stammt die neue Art der Verzauberung mit Hilfe von Runenwörtern. Mit der können wir Runen in Wörter formen, die uns noch stärkere Effekte ermöglichen. So wie Geralt es formuliert, ist es ziemlich selbsterklärend. Es gibt auch neue Baupläne für meisterliche Ausrüstung, geschrieben in der Sprache der Ofieri, die wir finden und übersetzen müssen. Und wessen Bedürfnisse nach neuer Rüstung das noch nicht befriedigt, für den bietet Hearts of Stone außerdem einen einzigartigen Sammler von Hexer-Artefakten, der überzeugt werden kann, uns die Pläne für die Rüstung "Schule der Viper" zu verkaufen.

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Mit der können wir Runen in Wörter formen, die uns noch stärkere Effekte ermöglichen.

Hearts of Stone erweitert die Karte ein kleines Stück. Die Grenze im Nordosten von Novigrad wurde verschoben, um neue Dörfer, Verstecke von Banditen und erkundbare Herrenhäusern zu offenbaren. Die Gegend ist reich an Flüssen, dunklen Wäldern, Hügeln und Feldern - und überall verteilt gibt es kleine Geheimnisse zu entdecken und Monster zu töten. Mir hat es wirklich Spaß gemacht, einfach nur in dem neuen Gebiet herumzureiten und die Aussicht zu genießen. Die Stadt Oxenfurt ist ebenfalls sehr stark im Fokus in der Erweiterung, was mich ohne Ende gefreut hat.

Für mich gehört Oxenfurt zu den interessantesten Orten in The Witcher 3: Wild Hunt, auch wenn sie sich ein bisschen nutzlos anfühlte, weil wir immer nur auf der Durchreise waren. Diesmal müssen wir in der Stadt die Abwasserkanäle von Monstern befreien, einer sehr großzügigen Auktion beiwohnen, in der wir tatsächlich auf allerlei nutzloser Kuriositäten mitbieten können, es gibt eine neue Romantikoption und neue Gründe, um die Taverne zu besuchen. Meine einzige Kritik an der erweiterten Karte richtet sich an die Überfallszene aus dem Trailer. Ich hatte danach erwartet, ein komplett neues Kartengebiet besuchen zu können.

Im Bezug auf den Schwierigkeitsgrad ist die Erweiterung für Charaktere auf Level 30 empfohlen. Ansonsten kann man sich an einem beliebigen Punkt in der Hauptgeschichte befinden, wenn man mit Hearts of Stone starten will. Es gibt auch die Option, ein komplett neues Spiel mit einem Level 30-Geralt zu beginnen, in dem die Hauptgeschichte dann allerdings deaktiviert ist. Ich habe diese Option auf dem harten Schwierigkeitsgrad ausprobiert und innerhalb der ersten Stunde habe ich zwei der frustrierendsten und herausforderndsten Kämpfe erlebt, die mir je in The Witcher 3: Wild Hunt untergekommen sind.

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Der Schwierigkeitsgrad geht in Ordnung, man sollte nur von der vorgefertigten Version des neuen Spiels fernbleiben.

Im zweiten Kampf gegen eine Gruppe von Ofieri-Eliten bin ich dem Tod nur um Messers Schneide entronnen. Ich habe all meine Bomben, Tränke und Nahrung verbraucht und es blieb nur ein kleines Stück Lebensenergie übrig. Es war extrem frustrierend, aber dabei auch unglaublich belohnend. Mit einem voll ausgerüsteten und vernünftig gelevelten Geralt bin ich sicher, dass Hearts of Stone keine großen Schwierigkeiten machen sollte. Man sollte nur von der vorgefertigten Version des neuen Spiels fernbleiben.

Hearts of Stone ist meiner Meinung nach am nächsten an dem dran, was man in der heutigen Zeit eine ideale Erweiterung nennen würde. Oder wie es CD Projekt selbst nennt, eine Erweiterung der alten Schule. Sie bietet mehr von der Spielerfahrung, die wir lieben gelernt haben und zur gleichen Zeit, hebt sie das Level im Bezug auf die Handlung. Wir bekommen neue Inhalte, neue Gebiete zum Erkunden, neue Spielzeuge und neue Charaktere. Und obwohl Geralt so mürrisch und finster ist wie eh und je, hätten ich es auch gar nicht anders gewollt.

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08 Gamereactor Deutschland
8 / 10
+
düstere Geschichte, ausgearbeitete Charaktere, genug neue Inhalte
-
das neue Gebiet ist nicht sonderlich groß, schwierige Bosskämpfe, es könnte mehr Nebenmissionen geben
overall score
ist die Durchschnittswertung von Gamereactor. Wie hoch ist eure Wertung? Die Durchschnittwertung aller Gamereactor-Redaktionen wird aus den Wertungen in allen Ländern erhoben, in denen es lokalen Gamereactor-Redaktionen gibt
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