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Kritik

Disney Infinity 3.0: Play Without Limits

Disney greift Skylanders mit Hilfe von Star Wars an. Infinity 3.0 will uns ohne Limit spielen lassen, so ganz haut das aber nicht hin mit diesem Versprechen.

Schon lange hat reales Spielzeug die Videogames infiltriert. Lego, Barbie und Hot Wheels - alle haben mit unterschiedlichem Erfolg um die Zeit der jungen Videospieler und das Geld der Eltern gebuhlt. Die physischen Spielzeuge von früher wurden nach und nach zu Staubfängern, und Tastaturen und Mäuse zum Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Das konnte nicht für immer so bleiben, also musste etwas passieren. Also wurden die beiden Welten verbunden. Die Figuren aus den Videospielen wurden freigelassen und plötzlich fanden sich längst vergessene Charaktere wie Spyro zwischen der echten und der verpixelten Welt wieder.



Die Zeit wird zeigen, ob Skylanders und Infinity echte Pioniere sind oder ob es nur ein zufälliger Augenblick in der Geschichte bleibt. Momentan ist die Kombination aus Spielzeug und Videospielen jedenfalls ein echter Erfolg. Ich war von Anfang an dabei und habe mit Vergnügen beide Serien gespielt, auch wenn meine Geburtsurkunde eigentlich dagegen spricht. Meine Kinder waren immer meine Ausrede. 

Einer der größten Player auf diesem Feld ist das sich ewig vergrößernde Unterhaltungsmonster Disney. Neuste "Opfer" der amerikanischen Erfolgsstory sind Pixar, Marvel und Star Wars. Diese Marken haben auch eine riesige, kauffreudige aber auch kritische Fangemeinde.

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Disney Infinity 3.0: Play Without LimitsDisney Infinity 3.0: Play Without Limits
Die Infinity-Figuren waren schon immer von höchster Güte und solide gebaut - in wunderschönen Farben und getreu den Vorlagen.

Und da Disney Infinity 3.0: Play Without Limits sich um das Star Wars-Universum dreht, kann man den erhöhten Blutdruck der Fans nachvollziehen. Auf dem Papier ist es ein sehr ambitioniertes Kapitel der Infinity-Reihe. 

Der Karton enthält das Starterpaket bestehend aus der Twilight of the Republic-Playset, einer Basis und den Figuren von Anakin Skywalker und Ahsoka Tano. Disc in die Konsole, Portal an den USB-Port und alles ist vorbereitet. Als loyaler Nutzer dieser Games war mir die Qualität der Figuren immer besonders wichtig. Die Infinity-Figuren waren schon immer von höchster Güte und solide gebaut - in wunderschönen Farben und getreu den Vorlagen. Beim letzten Mal war es Marvel und ich habe ernsthaft darüber nachgedacht, meinen Gaming-Room damit zu dekorieren.

 So gut sehen die aus.

Sich Seite an Seite nebst Nachwuchs durch das Star Wars-Playset zu kämpfen ist äußerst unterhaltsam. Wir haben beide die Geschichte mit großem Interesse verfolgt und die Kämpfe machen immer Spaß. Nur die Kamera hat die Freude geschmälert, manchmal kann sich ein Spieler in engen Passagen nicht umschauen. Der größte Teil des Spiels findet aber eher in offenen Arealen statt, also halten sich die Probleme in Grenzen. Es sei denn, man muss größere Gegnermassen überwältigen.

 Das Spiel führt uns auf mehrere Planeten, zwischen denen man jederzeit hin und her reisen darf. Verheißungsvolle Orte wie Naboo, Tatooine, Coruscant und Geonosis sind im Playset verfügbar und dürften die Fans trotz eines Auftritts von Jar Jar Binks glücklich machen.


Die Spielfigur kann aufgelevelt werden - in jedem Level können Gegenstände zerstört werden, die blaue Funken hinterlassen, die so ähnlich funktionieren wie die Lego-Münzen. Sie schalten Upgrades frei, der Fähigkeitenbaum ist riesig und versorgt die Spielfigur mit allerhand Kräften. Wenn man mit Freunden spielt, wird alles gerecht geteilt - ein Grund zum Streiten weniger.



Das Playset Twilight of the Republic ist ein bisschen kurz, wenn man sich auf die Story konzentriert. Das ist gleichermaßen Segen und Fluch, denn die Geschichte ist so hervorragend erzählt, dass man schnell zum nächsten Ziel aufbrechen möchte. Es gibt aber genug Möglichkeiten, vom Pfad abzuweichen und dazu Tonnen von Nebenmissionen. Die meisten davon sind allerdings schlicht, Dinge wie: "Zerstöre zehn Roboter" oder "Finde fünf Schiffsteile". Aber sie bringen Spaß, weil die Stimmung so gut eingefangen wird.

Disney Infinity 3.0: Play Without LimitsDisney Infinity 3.0: Play Without Limits
Das Playset Twilight of the Republic ist ein bisschen kurz, wenn man sich auf die Story konzentriert.

Das Star Wars-Universum ist so gut ausgearbeitet, dass man gerne dort abhängt. Das liegt nicht zuletzt auch an der Musik. Ich habe ungefähr sieben Stunden bis zum Abspann gebraucht, was ein wenig mager ist, aber ohne Zweifel stecken noch einige Stunden in den Nebenmissionen. 

Nach dem Abspann war ich fast traurig und ich möchte zurückkehren und das Universum weiter erforschen. Glücklicherweise sind schon zwei neue Playsets in Arbeit: Rise Against the Force und The Force Awakens. Ich kann es nicht abwarten, mich in die Abenteuer zu stürzen, mehr von der unterhaltsamen Action zu erleben und von der gut erzählten Geschichte zu erfahren.



Der Schlüssel für die Langzeitmotivation ist bei Disney Infinity 3.0: Play Without Limits wie bei den Vorgängern die Toy Box, in der alles etwas lockerer zugeht. Hier kann man seine eigene Welt bauen, sein Haus dekorieren oder die Welten von Freunden besuchen. Alles wirkt etwas lebendiger als noch bei Disney Infinity 2.0 - und man kann natürlich auch die alten Figuren in diesen Modus mitnehmen.

 Es lassen sich eigene Kreationen hochladen oder wir treten gegen die anderen Spielern an. Außerdem kann man in diversen Minispielen gegen den Rest der Welt zocken. 

Auch wenn man hier tausende Stunden versenken kann, die Toy Boy fühlt sich weiterhin ein wenig leer an und alles schreit nach mehr Figuren.

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Die technischen Probleme enden aber nicht mit der miesen Kameraführung, mir fror das Spiel mehrmals ein oder zeigte einen schwarzen Bildschirm, was dann einen Neustart erforderte. Die langen Ladezeiten, besonders beim Wechsel vom Playset zur Toy Box, bremsen ebenfalls den Spaß. 

Alles in allem ist es allerdings ein großartiger Ausflug ins Star Wars-Universum. Die Atmosphäre ist großartig und Twilight of the Republic ist bisher das beste Playset der Infinity-Serie. Disney hat einen guten Start hingelegt und ich bin gespannt, wie sich das neue Skylanders und das mit Spannung erwartete Lego Dimensions schlagen werden.



Disney Infinity 3.0: Play Without Limits
Disney Infinity 3.0: Play Without Limits
Disney Infinity 3.0: Play Without Limits
07 Gamereactor Deutschland
7 / 10
+
atmosphärisches Star Wars-Spiel, schöne Figuren und gut gestaltetes Portal, viele Stunden Unterhaltung in der Toy Box
-
lange Ladezeiten, technische Problemchen, schmales Starter-Paket
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