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Kritik

Batman: Arkham Knight

Ein starkes Universum, tolle Charaktere und die gelungene Erzählung verbinden sich mit schneidigem Gameplay zu einem feinen Action-Hit.

Batman-Spiele waren schon immer düster, denn der dunkle Ritter muss sich mit einigen echt verrückten Typen herumschlagen. Doch im neuesten Teil nimmt diese Finsternis eine neue Dimension an, denn mit Scarecrow als Oberbösewicht hat Batman einen ebenbürtigen Antagonisten gefunden. Der Schurke hat Gotham City in einem beispiellosen Angriff in die Hände übler Verbrecherbanden gespielt und Batman den Krieg erklärt. Dieses Chaos wird die Welt in Angst hüllen und uns mit gewaltigen Aufgaben konfrontieren. Dabei wird Batman an seine Grenzen stoßen und darüber hinausgehen müssen. Denn im neuesten Teil der Serie wird er nicht der strahlende Held sein. Sein Cape wird mit der Zeit zerfleddern, die stählerne Rüstung bröckeln und schon bald wird er zu straucheln beginnen. Die Reise durch Batman: Arkham Knight wird ihm und uns einiges abverlangen.

Zur Geschichte möchte ich gar nicht viel verraten, denn sie ist der treibende Faktor im neuen Batman-Spiel. Rocksteady hat bei Batman: Arkham Knight nur behutsam an bewährten Erfolgsrezept geschraubt und das Spielgeschehen weitestgehend gleich bleiben lassen. Es haben sich allerdings einige Änderungen eingeschlichen. Die unterschiedlichen Quest-Stränge sind nicht länger Teil der Hauptmission, sondern müssen über den Weltkarte oder den Missionsauswahl-Bildschirm einzeln in Angriff genommen werden. An mehreren Stellen des Spiels werden wir darauf hingewiesen, dass es neue Vorfälle in der Stadt gibt, um die wir uns kümmern sollten. Das ist allerdings rein optional.

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Batman: Arkham KnightBatman: Arkham Knight
Batmans Gadgets haben weiter einen festen Platz in der Serie. Neben all diesen Spielzeugen glänzt das potente Batmobil.

Batman ist der klassische Einzelgänger und lässt sich nur selten helfen. Da aber auch er nicht unbesiegbar ist, muss er bedacht vorgehen und häufig improvisieren. Mit dem Detektiv-Modus lässt sich die Umgebung analysieren und zu unseren Gunsten manipulieren. In dieser Ansicht sieht Batman durch Wände, macht Feinde und andere Gefahren aus und bekommt alle wichtigen Informationen. Mithilfe der Fear-Takedowns dürfen gleich mehrere böse Typen ausgeschaltet werden. Diese Fähigkeit muss jedoch mit leisen Knockouts aufgeladen werden. Da wir es im Laufe des Spiels mit immer stärkeren Widersachern zu tun bekommen, muss sich Batman anpassen. Deshalb sammeln wir Erfahrungspunkte, die in Gesundheit, ins heiße Batmobil oder in Nahkampf- und Gadget-Techniken investiert werden können. Die technischen Gerätschaften schalten sich zwar nach und nach frei, aber erst die Erweiterung im Charaktermenü macht sie zu universellen Einsatzwerkzeugen.

Batmans Gadgets haben weiter einen festen Platz in der Serie. Neben all diesen Spielzeugen glänzt das potente Batmobil. Es lässt die anderen Gerätschaften fast wie Accessoires aussehen und bereichert das Spiel um eine weitere Gameplay-Komponente. Der Tumbler, wie das Vehikel im Fachjargon genannt wird, kann in Tunneln an der Decke fahren, nimmt bei Verfolgungsjagden gerne die halbe Innenstadt mit und steuert sich leider überaus sensibel. Auf Befehl verwandelt sich das Batmobil in einen Panzer und findet abseits der Straßenschlachten flexiblen Einsatz bei Rätseln. Während des Fahrens dürfen wir die Perspektive in die Frontsicht wechseln, was Stadtrundfahrten noch rasanter werden lässt.

Batman: Arkham KnightBatman: Arkham Knight
Für den zentralen Handlungsstrang habe ich etwa 15 Stunden benötigt, durch die vielen Nebenaufgaben dürfte man aber noch so einige Stunden beschäftigt sein.

Neu in der Batman-Serie ist der Einsatz befreundeter Helden. In einigen Szenen treffen wir auf bekannte Charaktere des Universums und dürfen diese für kurze Zeit sogar selbst spielen. Diese Figuren verfügen über jeweils eigene Gadgets und Kampftechniken. Ihre Bewegungsabläufe sind ebenso hervorragend gelungen wie die von Batman. Die Steuerung der Gast-Charaktere bleibt gleich, trotzdem behält jede Figur ihre persönliche Note. Da Batman in diesen Begegnungen meist in der Nähe ist, lassen sich außerdem beeindruckende Kombinationsangriffe ausführen. Batman: Arkham Knight trumpft an solchen Stellen mit aufwendigen Animationen und einem superflüssigen Gesamterlebnis, auch im Kampf gegen mehrere Feinde.

Für den zentralen Handlungsstrang habe ich etwa 15 Stunden benötigt, durch die vielen Nebenaufgaben dürfte man aber noch so einige Stunden beschäftigt sein. Wer sich in der offenen Welt verlieren möchte, darf sich beispielsweise an den zahlreichen AR-Herausforderungen probieren, Rennen mit dem Batmobil fahren oder alle 243 Riddler-Trophäen sammeln. Und wer mag, lässt sich einfach durch Gotham City gleiten und genießt dabei die mit Neonreklame verseuchte Skyline.

Batman: Arkham Knight ist trotz der guten Wertung kein perfektes Spiel, das muss man klar sagen. Die Steuerung ist überladen und manchmal wollen die Entwickler unbedingt, dass wir einen ganz bestimmten Weg wählen - selbst wenn sich der nicht erschließt. Aber es bleiben Kleinigkeiten. Wir erleben wir eine spannend erzählte Geschichte, viele unerwartete Wendungen und noch mehr gelungene Dinge, über die ich gar nicht schreiben darf und mag, denn Spoiler mag ja niemand. Fans wird es freuen, wie Rocksteady die vielen kleinen Dinge des Batman-Universums in Szene setzt. Alle anderen erfreuen sich derweil am schneidigen Gameplay, der düsteren Metropole Gotham und dem fast ganz normalen Wahnsinn der irren Bewohner.

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09 Gamereactor Deutschland
9 / 10
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starkes Universum, tolle Charaktere, gelungene Erzählweise, spannende Geschichte, flüssige Kampfanimationen
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Steuerung noch immer überladen, Episodencharakter der Aufgaben, forderndes Leveldesign
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