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Kritik

OlliOlli 2: Welcome to Olliwood

Wir sind wieder auf dem Bord und skaten munter durch die bunten, aber auch ziemlich fordernden Welten von Olliwood.

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Wir haben die Entwickler von Roll7 schon ein paar Mal getroffen und sie kommen ziemlich nett rüber. Aber vielleicht versteckt sich hinter dem Lächeln und dem freundlichen Händeschütteln nur etwas sehr Finsteres. Vielleicht gibt es eine sadistische Seite in der kollektiven Persönlichkeit des Studios. Das würde in jedem Fall den brutalen, haareraufenden, zermürbenden Schwierigkeitsgrad erklären, den wir in den späteren Leveln vom Skate-Nachfolger OlliOlli 2: Welcome to Olliwood finden können.

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Wer das erste Spiel gespielt hat, der hat bereits ein ganz guten Eindruck davon, was uns da im neuen Spiel erwartet. Wer es nicht kennt, für den hier kurz eine Zusammenfassung: Wir steuern einen Skater, machen Tricks und Grinds durch einen hektischen Hindernisparcours, mit präzisem Drücken der Taste schließen wir Bewegungen ab und kassieren einen Haufen Punkte dafür. Es gibt einen Vielzahl von Tricks, die durch das Drehen und Bewegen des Analog-Sticks vollführt werden können. Zu landen und dann auch wirklich die Punkte dafür zu bekommen, bedeutet die Taste im exakt richtigen Moment zu drücken. Wer die Landung versaut, der kann sich von seinen mühsam gesammelten Punkten während des Tricks verabschieden.

OlliOlli 2: Welcome to OlliwoodOlliOlli 2: Welcome to Olliwood
Wir machen noch immer Tricks und Grinds durch einen hektischen Hindernisparcours, mit präzisem Drücken der Taste schließen wir Bewegungen ab und kassieren einen Haufen Punkte dafür.

Es gibt ein paar Unterschiede bei der Fortsetzung, zu denen wir noch kommen werden, aber an den meisten Stellen fühlt es sich wie eine solide und sehr konsequente Fortsetzung des Spiels an, mit dem wir bereits im letzten Jahr viel Freude hatten. Ich habe es diesmal hauptsächlich auf der Playstation 4 und weniger auf der Playstation Vita gespielt. Und obwohl es mit dem großen Bildschirm nett war, bleibe ich bei der gleichen Einschätzung wie schon bei Original: Das ist ein großartiges Spiel, um es unterwegs zu spielen. Die relativ kurzen Action-Einlagen sind ideal für mobile Plattformen und jedes Mal gibt es einen Haufen schneller Neustarts wie schon bei der ähnlich unterhaltsamen / frustrierenden Trials-Reihe.

Während also jeder Versuch vielleicht relativ kurz ist, kann es irgendwann eine ganze Weile dauern, bis wir wirklich ein Level meistern. OlliOlli 2: Welcome to Olliwood ist erbarmungslos und verlangt absolute Perfektion von uns. Es gibt verschiedene Level des Meisterns, die wir erreichen können. Die erste Stufe beinhaltet das grundsätzliche Bestehen des Levels. Alles in allem gibt es 50 davon, die Hälfte gehört zu Amateur und die andere Hälfte zu Professional. Aber auch die letzten Amateur-Level sind bereits sehr anspruchsvoll. Mehr als einmal habe ich in Ärger von meiner eigenen Unfähigkeit den Controller hingehauen, nur um dann richtig wütend zu werden, nachdem ich nach wiederholten Versuchen immer noch kläglich gescheitert bin.

Vielleicht ist eben das auch das größte Problem mit OlliOlli 2: Welcome to Olliwood. Es wird zu schnell zu schwierig. Wir haben wirklich nichts dagegen, wenn wir langsam in einer absurd hohen Herausforderung versinken. Aber nachdem wir uns eine Weile in ein Level richtig reingehangen haben, wird es irgendwann einfach etwas langweilig, konstant an einer Stelle zu scheitern. Ich habe mich trotzdem weitergekämpft und dazu kommt, dass diese Wand nicht das Ende des Spiels ist. Es gibt mehr als nur die Herausforderung, das Ziel zu erreichen. Jedes Level hat fünf Aufgaben und wenn wir die erfüllt haben, wird ein Pro Level in derselben Welt freigeschaltet. Übrigens gibt es fünf Welten, die alle zwei Paare mit jeweils fünf Leveln enthalten. Die fünf Aufgaben abzuschließen ist schon nie einfach, aber mit steigendem Schwierigkeitsgrad scheint es irgendwann unmöglich zu werden.

OlliOlli 2: Welcome to Olliwood
Vielleicht ist der Schwierigkeitsgrad auch das das größte Problem, denn es wird zu schnell zu schwierig.

Wir haben viele Möglichkeiten um uns zu verbessern. Den richtigen Moment für den Sprung abzupassen und dazu noch die Tricks und Grinds zu lernen, die wir brauchen, um ein Level abzuschließen, das ist schon schwer genug. Aber so bald wir das gemeistert haben, können wir die Level erneut spielen und uns in Punkte-Herausforderungen probieren, Gegenstände einsammeln, während wir grinden und dann noch die richtige Reihenfolge von Tricks vollführen, um die Sterne zu erlangen, die wir brauchen, um die Pro-Level freizuschalten. Das Erlernen der Fähigkeiten, um einzelne Ziele zu erreichen und alle Sterne zu kassieren, es wird auch unsere Fähigkeiten insgesamt verbessern. Wer also irgendwo festhängt, muss vielleicht einen Schritt zurückgehen und besser werden, um sich dann erneut an die härteren Herausforderungen zu machen. Wie schon im ersten Spiel, gibt es für engagierte Spiele enorm viel für das Geld.

Es gibt ein paar neue Tricks in der Fortsetzung, von denen die wichtigsten die manuellen sind, die wir nutzen können, um Grinds zu unglaublich langen Kombos zu verbinden - und entsprechend auch unglaublich hohe Punkte zu kassieren. Obendrauf gibt es neue Reverts und Grind-Wechsel sowie ein paar andere Tricks, die dem Tricktionary hinzufügt wurden. Es gibt auch neue Rampen, die wir benutzen können, um Tricks auszuführen - das perfekte Timing spendiert uns einen Boost sowie zusätzliche Distanz. Wenn wir auf Highscore-Jagd sind und ein paar der fetteren Moves zeigen wollen, dann gibt es noch mehr Möglichkeiten, um dem Ausdruck zu verleihen.

Ein paar der Features kehren auch zurück. Es gibt den Modus The Daily Grind, mit dem wir zunächst auf einer Strecke üben können und wenn wir uns dafür bereit fühlen, sie ernsthaft spielen. Die Wertung, die wir dabei erreichen wird dann fest in eine Bestenliste eingetragen und wir können uns vergleichen. Die nächste Herausforderung gibt es dann am nächsten Tag. Solche täglichen Aufgaben gibt es in vielen Spielen - so etwa in Rayman Legends oder Spelunky.

OlliOlli 2: Welcome to Olliwood
Die fünf verschiedenen Olliwood-Welten sehen weitaus interessanter aus, im Vergleich zu den ziemlich typischen Hintergründen, die noch im ersten Spiel enthalten waren.

Obendrauf kommt der freischaltbare RAD-Modus, wenn wir alle Herausforderungen auf dem Pro-Level bewältigt haben. Wer kurze Ausflüge sucht, hat den Spots-Modus, hier darf nur eine einzige Kombo ausgeführt werden, die wir ebenfalls in Bestenlisten eintragen können. Es gibt wirklich einen Haufen Zeug, mit denen wir uns durch das Spiel bewegen können.

Die fünf verschiedenen Olliwood-Welten sehen weitaus interessanter aus, im Vergleich zu den ziemlich typischen Hintergründen, die noch im ersten Spiel enthalten waren. Und die Tatsache, dass es in vielen Leveln noch alternative Routen gibt, sorgt für noch mehr Vielfalt. Jedes Level ist mit kleinen Details ausgeschmückt und alles, von den Bewegungen des Skaters bis über die visuellen Effekte und Hintergrundanimationen, ist eine Stufe besser als im Original. Dem Soundtrack wurde auch ein Update verpasst. Die neue Musik passt sehr gut zum Spiel, auch wenn es vielleicht nicht immer den persönlichen Geschmack trifft. Und es gibt ein paar sehr nette Effekte, die unsere Tricks auf dem Bildschirm begleiten.

Neben den ganzen positiven Anmerkungen sollte aber auch erwähnt werden, dass OlliOlli 2: Welcome to Olliwood ein echter Analogstick-Fresser ist. Der Gummi-Grip vom Dualshock 4 war bereits ein bisschen abgenutzt, aber nach ein paar Stunden mit dem neuen Werk von Roll7 hat sich der untere Teil vom Grip abgelöst. Auf der Playstation Vita war das weniger ein Problem, denn dort haben wir den Stick geschont und mit dem Steuerkreuz gespielt. Diesmal ist das auf der Vita keine Option mehr. Nur die Analog-Steuerung mit dem Stick wird unterstützt.

OlliOlli 2: Welcome to Olliwood
Es gibt ein paar neue Tricks, von denen die wichtigsten die manuellen sind, die wir nutzen können, um Grinds zu unglaublich langen Kombos zu verbinden.

Abgesehen von diesen kleineren Problemen wird uns aber ein ziemlich großes Paket angeboten. Es gibt viel zu tun und jede Menge Herausforderungen, an denen wir uns die Zähne ausbeißen können. Wer sich der Perfektionierung von Tricks und Grinds widmen möchte, um auch in den höheren Leveln bestehen zu können, der wird viele, viele Stunden vor sich haben. Andere werden aber zumindest auch etliche Stunden investieren, bevor sie sich geschlagen geben und mit etwas anderem weitermachen wollten. OlliOlli 2: Welcome to Olliwood ist eine echte Herausforderung, wie auch immer man es betrachtet und daher ist es auch nicht für jeden geeignet. Wer sich aber masochistisch in so etwas reinhängen kann und Perfektionist ist, der wird dieses Spiel genießen.

Es wird auch einen Vier-Spieler-Splitscreen-Modus geben, der nach dem Launch mit einem Patch ergänzt wird. Wir hatten leider keine Gelegenheit, diesen bereits einmal auszuprobieren. Wir reichen dazu vielleicht noch ein Update nach.

OlliOlli 2: Welcome to Olliwood
OlliOlli 2: Welcome to Olliwood
OlliOlli 2: Welcome to Olliwood
08 Gamereactor Deutschland
8 / 10
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nettes optisches Upgrade, interessantere Welten, langlebig
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Schwierigkeitskurve könnte etwas besser sein, keine Steuerkreuz-Unterstützung mehr
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