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Kritik

Sin and Punishment: Successor of the Skies

Genau in dem Augenblick, wo man sich mit Sin and Punishment: Successor of the Skies ein bisschen intensiver beschäftigt, wird klar, dass es eine Erfahrung außerhalb der Norm ist. Ein Shooter auf Schienen, aber ein guter.

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Treasure haben immer abgeliefert, wenn es um Shooter ging, deren primäres Ziel es ist, dauerhaften Duschen aus farbigen Schüssen zu entgehen, während eines hektischen Todeskampfes mit stetig herunter tickendem Punktestand. Man denkt an Gunstar Heroes, Radiant Silvergun und natürlich Ikaruga, da kriegen die meisten Shooterfans feuchte Augen.

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Sin and Punishment: Successor of the Skies macht da keine Ausnahme. Aber gleichzeitig ist es doch eine. Denn es fühlt sich an wie ein Shooter auf Schienen, ein Railshooter-Shooter sozusagen, und die Gedanken kreisen schnell um den Sega-Klassiker Space Harrier. Wenn auch nur für einen Augenblick. Im Vergleich zu dem bewegen wir uns heute nämlich auf der X- und der Y-Achse mit dem Jetpack oder dem Hoverboard. Es warten überreichlich denkwürdige Bosse und ehe man sich versieht, ist das Spiel vorbei. Nicht, weil es ist mit seinen fünf Stunden ziemlich kurz ist, sondern weil es derart farbenfroh ist, mit beeindruckenden Levels und Bosskämpfen. Die Zeit fliegt halt vorbei, wenn man Spaß hat.

Sin and Punishment: Successor of the Skies
Bosskämpfe, Bosskämpfe, Bosskämpfe - darum geht es, und natürlich um den Punktestand.

Jeder Abschnitt des Spiels ist etwa zwanzig Minuten lang, und das primäre Ziel ist es, durchzukommen ohne getroffen zu werden. Aus einem einfachen Grund: den Punkten. Je mehr Feinde wir abschießen, desto mehr Punkte gibt's. Je häufiger wir getroffen werden, umso mehr Punkte gehen verloren. Wer stirbt, der muss "Auf Wiedersehen" zu einem ordentlichen Endergebnis sagen. Wenn ein Level erfolgreich absolviert ist, steht der natürlich für die Highscore-Jagd sofort zur Verfügung.

Das Durchspielen von Sin and Punishment: Successor of the Skies ist überhaupt kein Problem - wenn man denn nicht auf Punkte-Jagd ist. Aber wer keine Punkte jagd, könnte genauso gut aufhören zu lesen, mit dem sicheren Wissen, dass dieses Spiel ohnehin keinen Platz in seiner Sammlung finden wird. Denn es geht um die Punkte. Nur um die Punkte. Wir dürfen den Highscore mit der ganzen Welt oder einem ausgewählten Teil der Erde teilen - und das ist der große Reiz des Spiels. Obwohl es ziemlich kurz ist, reichen allein die Punkte-Jagd und die verschiedenen Schwierigkeitsstufen, damit man immer und immer wieder zurückkehrt - wer will auch in Begleitung eines Mitspielers.

Genau wie in Muramasa und Monster Hunter Tri beweist das Game, dass sich einige erstaunliche Grafiken aus der kleinen Wii-Maschine kitzeln lassen. Und die schönen Level sind alle durch wirklich coole Bosskämpfe unterteilt. Manche Passagen fühle sich sogar an, als seien sie nichts anderes als eine endlose Aneinanderreihung von Bosskämpfen. Genauso wie ein Treasure-Spiel sein sollte.

Die Perspektive wandert zwischen zweiter und dritter Dimensionen hin und her - und immer, wenn das passiert, bleibt man restlos baff zurück. Sin and Punishment: Successor of the Skies fühlt sich dann plötzlich an wie eine ideale Mischung aus Forgotten Worlds und Gradius. All dies in Verbindung mit einer perfekten Steuerung, wo wir mit der Wiimote zielen und den Charakter mit dem Nunchuk lenken. Gegner können markiert oder im Nahkampf umgeworfen werden und gut getimte Melee-Attacken schicken sogar ankommende Schüsse an ihren Absender zurück. Wer lieber mit dem Wii Zapper, dem Gamecube-, dem Classic- oder dem Classic-Pro-Controller spielt - der darf die Buttons frei belegen. Großartig.

Sin and Punishment: Successor of the Skies
Die 2D-Passagen sind großartig - und machen das game zur ideale Mischung aus Forgotten Worlds und Gradius.

Klingt alles ziemlich paradiesisch bisher - und in vielerlei Hinsicht ist es das auch. Aber einige Dinge nicht sind leider nicht so, wie sie sein sollten. Vor allem die Charaktere sind schlicht schrecklich. Ihre Animationen sind gruselig und sie sehen manchmal nahezu grotesk aus. Der Soundtrack ist alter Arcadeschrott: Midi-Gitarren, lahme Melodien und schlechte Instrumente. Was völlig fehlt, sind die eingängigen Stücke einiger andere Genre-Größen. Und wer das Spiel im Koop-Modus mit einem Freund spielt, schüttelt erschrocken den Kopf, denn dann steuert dieser Freund nur ein Fadenkreuz. Eine sinnlose Herangehensweise.

Wer aber Treasure-Spiele liebt und ein perfektes Beispiel japanischer Arcade-Action im Regal haben will, der sollte den vorherigen Absatz vergessen und sich Sin and Punishment: Successor of the Skies sofort holen. Es ist ein sehr solider Shooter, und wer schon lange ein Old-School-Game für die Wii will, das nicht die Worte "Mario" oder "Party" im Titel hat, der wird nun endlich glücklich.

Sin and Punishment: Successor of the Skies
Sin and Punishment: Successor of the Skies
Sin and Punishment: Successor of the Skies
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Sin and Punishment: Successor of the Skies
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Sin and Punishment: Successor of the Skies
Sin and Punishment: Successor of the Skies
Sin and Punishment: Successor of the Skies
08 Gamereactor Deutschland
8 / 10
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Fantastische 2D-Passagen, tolle Bosskämpfe, kreativ
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Gruselige Charaktere, ein bisschen zu hektisch
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