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Kritik

Final Fight: Double Impact

Der beste Bürgermeister in der ganzen weiten, wilden Welt ist zurück. Er will höchstpersönlich den gesamten Müll von den Straßen der Metro City räumen, um seine Tochter zu retten. Ärger ist vorprogrammiert, in Final Fight.

Smack! Die wahrscheinlich härteste Faust eines Videospielhelden trifft den grinsenden Hooligan genau zwischen die Augen. Er setzt sich nieder, mit einem benommenen Blick auf seinem Gesicht. Haggar ist das komplett wurscht. Seine Tochter Jessica wurde nämlich entführt, und jetzt schnappt er sich die Entführer und macht kurzen Prozess. Metro City hat gerade wieder einen dieser Ganoven aus der Statistik gestrichen.

Final Fight wurde ursprünglich im 1989 in Japan als Spielhallenautomat veröffentlicht. Ein sehr anspruchsvolles Prügelspiel, mit Ähnlichkeiten zu Double Dragon oder Streets of Rage. Die Geschichte ist eine der üblichen: Eine entführtes Mädchen braucht Hilfe, und Jessica ist nun dummerweise die Tochter des Bürgermeisters. Wie es der Zufall so wollte, ist Bürgermeister Haggar ist nicht nur ein Mann der Gerechtigkeit, sondern ein passionierter Ringer und nicht die Art von Mensch, die gerne kapituliert.

Niemals. Er hat andere Pläne. Schnappt sich Jessicas Freund, den Kampfkünstler Cody und sein Sparringpartner Guy, ein Ninjutsu-Ass. Nun geht es nur noch darum, dem Abschaum in den Hintern zu treten - und an Abschaum mangelt es wahrlich nicht. Das große Ding in Final Fight ist seit jeher das gemeinsame Spielen. Und diejenigen unter uns, die sich an die schreckliche Super Nintendo-Version erinnern können, sind gut beraten, diese Erinnerung fortan zu löschen.

Final Fight: Double Impact
Toll gemacht, der Arcade-Retro-Modus mit simuliertem CRT-Monitor und originalem Automatendesign rundherum.
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Denn das hier ist Koop-Zocken vom Feinsten. Final Fight: Double Impact liefert eine perfekte Arcade-Version, mit seinen enorm hohen Sprite-Charakteren, dem überaus beeindruckenden Sound und natürlich den brutale Schlägereien. Aber Capcom hat hier aber nicht aufgehört, nein. Sie wollen uns eine möglichst authentische 80er-Spielhallenerfahrung bieten. Die Optionen im Menü ermöglichen die Wiedergabe des Games inklusive des originalen Automaten-Rahmens um den Bildschirm, während das Spiel selbst auf der Illusion eines alten CRT-Monitors mit sichtbaren Bildzeilen und einem bezaubernden Phosphorleuchten gespielt wird. Das ist wirklich nett gemacht. Nach dem Versuch, das Spiel mit auf den Breitbildschirm hochgerechneten Original-Pixeln zu spielen, bin ich schnell wieder in den „Original"-Modus gewechselt, der so wunderbare Arcade-Nostalgie verströmt.

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Ich mach' mir eine Dose Cherry Coke auf, verschlinge dazu eine Tüte Cheesy Poofs und plötzlich ist da dieser Flashback in jene Zeit, als mein Bruder und ich in unser damaligen Lieblingspizzabude alles Kleingeld in Final Fight investierten. Ich weiß nicht, wie viele Münzen wir ins Spiel gebracht haben damals, bevor wir immer wieder rausgeworfen wurden, weil wir damals einfach zu jung waren. Es waren jedenfalls viele.

Final Fight: Double Impact
Es stehen auch ein Zoom- und Breitbildmodus zur Verfügung, die aber nicht annähernd so viel Charme haben.

Schöne Erinnerungen. Aber Final Fight ist seither gealtert, daran besteht kein Zweifel. Die turmhohen Sprites machen die Steuerung ein bisschen ungenau - jedenfalls machen Haggar & Co. nicht immer das, was ich mir wünschen würde. Und auch wenn Final Fight nicht mehr der heiße Scheiß ist, hält es doch auch nach über 20 Jahren noch ordentlich mit. Selbst jemandem, der es früher nicht bereits gespielt hat, kann man einen Kauf nur empfehlen. Alte Fans brauchen vermutlich ohnehin keine Extra-Einladung.

Um den Deal noch verlockender zu machen, hat Capcom einen zweiten Automaten in den Startbildschirm gestellt: Magic Sword. Ein Fantasy-Action-Adventure, in dem wir als ein in den 80er Jahren üblicher He-Man-Verschnitt glänzen. Magic Sword hat auch einen Koop-Modus für den Kampf durch einen riesigen Turm voll übler Kreaturen.

Sowohl Final Fight als auch Magic Sword unterstützen das gemeinsame Onlinespielen. Es geht soweit, dass es die Standardeinstellung ist, dass wir online spielen. So kann jederzeit während der Session jemand ins Game springen und mitspielen. Genau so, wie es war, als ich das Spiel mit meinem Bruder im Pizzaladen spielte. Toll. Final Fight: Double Impact ist auch seinen Preis wert. 800 Microsoft Points (knapp zehn Euro) sind für etwas, dass auch nach heutigen Standards noch reichlich Unterhaltung bietet, online und offline, vollkommen okay. Also, Nostalgie-Modus an und ab dafür. Gute Zeiten warten auf uns.

Final Fight: Double Impact
Final Fight: Double Impact
Final Fight: Double Impact
Final Fight: Double Impact
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Final Fight: Double Impact
Final Fight: Double Impact
08 Gamereactor Deutschland
8 / 10
+
Großartiges Gameplay, Ohrwurm-Soundtrack, herausfordernd, schlauer Onlinemodus
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Einfacher als früher, keine Pause-Funktion im Standard-Modus
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