Bird & Bombs
Intelligent Systems kennen wir von Spielen der Metroid- und Paper Mario-Reihe. Dass dieses Nintendo-eigene Studio aber auch ganz anders kann, zeigten sie schon mit Wario Ware.
Die Tochter des Präsidenten: entführt. Der beste Mann des Teams Spotto macht sich auf sie zu befreien. Ein kleiner mutiger Soldatwill sie aus den Fängen der Geister zu befreien. Ganz richtig, Geister haben das Präsidentenkind entführt. Hier geht es aber weder um einen Ghostbusters-Verschnitt noch um Survival-Horror, denn der Spotto-Soldat ist ein putziger kleiner Vogel mit großer Bombentasche.
Bird & Bombs ist ein kleiner, kompakter DSiware-Titel, der auf den ersten Blick genauso gut hätte auf dem Iphone erscheinen können. Eine Variante, auf zum Beispiel viele Dritthersteller setzen. Außer Nintendo natürlich. Die wollen beweisen, dass sie es sehr wohl auch verstehen, den netten Spaß für zwischendurch zu befriedigen und haben eines ihrer besten Studios an das Spiel gelassen.
Die Geistervilla, die der gefiederte Soldat aufsucht, besteht aus fünfzig Räumen, die für jeweils eine Mission stehen. Über beide Bildschirme zieht sich so ein Raum und diverse, zum Teil bewegliche Hindernisse erschweren die Geisterjagd mit dem explosiven Wurfgeschoss. Der Held, fest stehend in der unteren linken Ecke, muss den richtigen Winkel finden, um die Mäuler der Geister ordentlich zu stopfen. Gelingt ein Treffer, gibt es dafür eine Bonusbombe - quasi ein Freiwurf.
Das Spielprinzip ist halbwegs vergleichbar mit den Panzer-Zielübungen, die schon auf Atari und C64 Geschick und ein bisschen Vorstellungskraft erforderten. Nur geht es jetzt eben nicht nach links bzw. rechts, sondern nach oben. Und so eine Bombe explodiert eben auch nicht sofort, wenn sie gegen Wände oder Hindernisse prallt. Ein bisschen um die Ecke denken muss man also auch. Simpel bleibt es trotzdem. Allein schon durch die angezeigte Wurfhilfe. Bird & Bombs ist nicht anspruchsvoll, sondern unterhaltsam.
Neben dem Storymodus, in dem die fünfzig Räume nach und nach freigespielt werden, gibt es einen Ausdauermodus. Hier werden die Bomben nach einer abgeschlossenen Mission nicht mehr aufgefüllt, sondern für den Highscore geprüft, wie weit man mit dem anfänglichen Vorrat kommt. Wer alle fünfzig Räume am Stück schafft, hat das Spiel geschlagen. Ein wirklicher Endlosmodus für Profis fehlt leider.
Daher verwundert es auch nicht, dass der Highscore nicht in einer Online-Bestenliste gesichert wird. Bald würden sich dort lauter Menschen tummeln, die eben jene fünfzig Missionen am Stück geschafft haben. Weder Zeit, noch übrig gebliebene Bomben werden berücksichtigt, um daraus vielleicht doch noch eine Punktzahl zu generieren.
Am Ende beruht das Spiel aber trotzdem auf einer pfiffigen Idee, die für rund zwei Euro genug Spaß für zwischendurch bietet. Außerdem hat es Intelligent Systems auch einfach drauf, sympathische Charaktere zu kreieren. Nicht wundern würde es mich jedenfalls, wenn der kleine Vogel irgendwo mal wieder auftaucht. Und wenn es ein Gastauftritt bei Wario Ware ist.
| Grafik: | 7 |
| Spielbarkeit: | 9 |
| Sound: | 7 |
| Suchtfaktor: | 8 |
| Unsere Wertung: | 8/10 |
- System:DSiware
- Genre:Puzzle
- Entwickler:Intelligent Systems
- Publisher:Nintendo
- Spieler offline:1
- Termin:26. Februar 2010





























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