Gamereactor International Deutsch / Dansk / Svenska / Norsk / Suomi / English / Italiano / Español / Português / Français
Einloggen






Passwort vergessen?
Noch kein Mitglied?, Dann kannst du das hier werden!

Via Facebook anmelden
FacebookFacebook
Kritik

Puddle

... wie ein Schluck Wasser in der Kurve.

Werbung:

Die Steuerung und das Spielprinzip von Puddle könnten einfacher kaum sein. Mit den Schultertasten können wir die Welt jeweils ungefähr um 30 Grad neigen, damit Flüssigkeit ins Ziel fließt. Ursprünglich war Puddle übrigens ein Studentenprojekt an der französischen ENJMIN und hat den Student Showcase Award beim International Games Festival 2010 gewonnen.

Wir navigieren also Flüssigkeiten aller Art durch Kippen des Bildschirms. Von Herbiziden im Garten führt uns unsere Reise bis zu Raketentreibstoff im All. Es ist wirklich beeindruckend, auf welche Ebene die Entwickler dieses einfache Spielkonzept gehievt haben. Die Level sind in thematische Kapitel aufgeteilt und führen uns in fast jeden Bereich der uns bekannten Welt. Die 2D-Welt von Puddle hat einem ähnlichen Scherenschnitt-Look wie Insanely Twisted Shadow Planet, der aber ständig auch durchbrochen wird. Wenn wir etwa einen Drink durch den menschlichen Körper navigieren, finden wir uns plötzlich in einem fast fotorealistischen Röntgenbild wieder.

Werbung:

Allein dieser ständige Wechsel der Szenarien macht schon richtig viel Spaß. Haben wir eben noch versucht, flüssigen Dünger durch eine teilweise bedrohliche Flora zu lenken, finden wir uns plötzlich in einem Laborexperiment wieder und müssen mit zittriger Hand Nitroglyzerin durch einen tödlichen Parcours steuern. Durch das Kippen des Bildschirms nehmen die unterschiedlichen Flüssigkeiten an Fahrt auf, können so kleine Sprünge und Hindernisse überwinden oder Schalter umlegen.

Puddle
Die Szenarien und der Look der Level ändern sich häufig.

Zusätzlich können wir so auch die Flüssigkeit beisammen halten, da sie sich in Ruheposition natürlich auf eine große Fläche verteilt oder sich sogar in einzelne Tropfen aufteilt. Das Ziel des Level ist erst erreicht, wenn es eine bestimmte Mindestmenge an Flüssigkeit zum Ausgang schafft. Sollte ein Teil der Substanz längere Zeit außerhalb des Bildschirms verweilen, so ist sie verloren.

Neben den Jump'n'Flow-Varianten hat Puddle aber noch viel mehr zu bieten. In manchen Sequenzen erinnert das Spielprinzip schon fast an Trials HD und wir steuern einen Wagen, unter dem ein Kessel mit flüssigem Metall hängt. Während der halsbrecherischen Fahrt müssen wir dafür sorgen, dass nicht zu viel glühendes Metall überschwappt und gleichzeitig lange genug über Hochöfen pausieren, damit es nicht erkaltet. Dazu muss man sich nur noch einen Fahrstuhl vorstellen, der eine Wippe als Boden hat, um eine ungefähre Idee zu bekommen, was für ein wahnwitziges und forderndes Gameplay einen in den späteren Missionen von Puddle erwartet.

Eine gläserne Schneekugel sanft durch einen felsigen Parcours steuern, Treibstoff vorsichtig an Zündquellen vorbei leiten oder Getränke ohne Würgereiz der menschlichen Verdauung zuführen... Es gibt kaum etwas im Zusammenhang mit Flüssigkeiten, dass Puddle auslässt und ständig ist man gespannt auf das Setting des nächsten Kapitels. Aber auch in den einzelnen Level wiederholen sich die Aufgaben kaum und es unmöglich die vielen tollen Ideen hier alle aufzuzählen.

Puddle
Puddle
Puddle
Puddle
Puddle
Puddle
Werbung: