
Sprachlos
Für Kinect wurde uns eine Menge versprochen, aber wo die Präsentation auf der E3 im letzten Jahr noch ziemlich peinlich für Sony ausging und Microsoft glänzte, leuchtet inzwischen Move deutlich stärker. Und das nicht nur wegen diesem komischen Ball, der irgendwie immer rosa zu sein scheint.
Jüngstes Beispiel: Microsoft verspricht Sprachsteuerung, weil damit alles so einfach sei und besser gehen würde. Tja, teilweise mag man dem zustimmen, auch wenn Nintendo und Sony theoretisch das gleiche mit ihrer bereits erhältlichen Hardware anbieten könnten. Schlimm nur, wenn es das Feature dann nicht rechtzeitig gibt.
Microsoft bietet die Spracherkennung in amerikanischem und britischem Englisch an - so weit so klar, es sind die beiden wichtigsten Märkte für Microsoft. Dann aber noch Japan und Mexico? Bitte was? Ich fühle mich von Microsoft ganz böse gedisst! Abgesehen davon würde ich vielleicht auch Englisch versuchen, aber das ist genauso gesperrt in Deutschland. Es sind einfach nur vier Länder, in denen das Feature überhaupt funktioniert.
Mal ganz abgesehen davon, dass es spannend wird, wie das Gerät mit Dialekten umgeht. Schottisches und irisches Englisch ist ja nun auch nicht so furchtbar sauber. Und wenn sie sich dann an Deutschland machen...Bayrisch, Sächsisch, Kölner Mundart,...
Na ick weeß ja nich, ob dit wat wird. Dat soll'n se mir erst ma vorführen bevor ick det globe. Kannste Gift druff nehmen!
Damals. Also ganz früher. #1
Saber Rider!
Saber Rider - and the Star Sheriffs
Saber Rider - and the Star Sheriffs in the sky!
Can you feel the thunder inside?
Saber Rider!
Make the lightning crack as you ride!
Saber Rider!
(Gitarren-Solo)
Saber Rider!
Your destiny will lead you
To wherever people need you.
No danger may have found you.
You have your friends around you now
Now! Now! Now!
Saber Rider - and the Sheriffs!
Saber Rider - and the Star Sheriffs in the sky!
Saber Rider!
Video bei Youtube
Ankündigung des Videospiels
Kartoffelbrei
Bibi Blocksberg: Das große Hexenbesenrennen. Ich sage euch, dass wird ein Hit. Das Spiel ist nicht unbedingt der große Wurf, die Charaktere zwar authentisch und mit Originalstimme, aber der Rest eher mäßig. Nein, das Spiel allein überzeugt nicht. Aber dieser fesche Besen, den es ebenfalls zu kaufen gibt...wow. Der hebelt mich echt vom Hocker.
Da können selbst Erwachsene noch ihre Freude daran haben und sich für ein paar Minuten der Lächerlichkeit preisgegeben. Ich zumindest hatte meinen Spaß, trotz der entwürdigenden Bilder. Was mir nur leider niemand erklären konnte: Warum der nicht sowieso schon dem Spiel beiliegt. Der wäre auch gleich das beste Verkaufsargument für weitere von diesen Plastikgeräten. Das ist definitiv mein Lieblingszubehör 2010.
Ene mene mei - Flieg herbei, Kartoffelbrei! Hex! Hex!
Verbesserungsprogramme
Verbesserungsprogramme, so nennt sie die Computer Bild ja tapfer. Gemeinhin, sind sie auch als Patches bekannt. Auch das Apple Betriebssystem Snow Leopard kommt nicht ohne sie aus. Aber aktuelle Patch aber hat mich dann doch ein wenig erstaunt.
Ein Grafik-Update, damit Grafik-Anwendungen und Spiele stabiler und leistungsfähiger sind. Ok, bis hier hin ist noch alles normal. Vor allem aber unterstützt der Patch die Spiele Portal, Team Fortress 2 und Starcraft II. Für mich fast wie ein erinnernder Ruf: "Spiel mich, spiel mich. Mich gibt es auch für den Mac!" Ich jedoch rufe dann leider mit weinerlicher Stimme zurück: "Ich will ja. Ich will ja wirklich. Aber ich hab doch keine Zeit..."
Jetzt bin ich traurig.
From Warsaw with Love
Die Gamescom bedeutet in erster Linie viel Stress und wenig Schlaf. In kurzer Zeit sammelt man so viele Eindrücke, dass man sie irgendwann kaum auseinander halten kann. Manches aber bleibt haften.
So die Präsentation von The Witcher 2: Assassins of Kings. Irgendwann um die Mittagszeit, die letzte Nacht noch in den Knochen, saß ich da. Mir wurde ein Tyskie (hervorragendes polnisches Bier) angeboten und schon sah die Welt ein bisschen besser aus. Dazu gab es einen verschweißten Pappkarton, der Papier-Bastelfiguren, eine CD mit Bildmaterial sowie einen Block enthielt, in dem schon vorgefertigte Notizen festgehalten wurden.
Den genauen Inhalt konnte ich erst jetzt inspizieren, weil ich mich dann doch dazu entschlossen habe, dass dieses Goodie zwar wunderschön ist, aber ich sicher noch mehr Freude damit hätte, wenn ich alles auspacke.
Und tatsächlich war die kleine Falt- und Bastelstunde ein großer Spaß. Kindheitserinnerungen wurden wach. Denn auch damals gab es sie, diese kleinen Faltpläne, die komplett ohne Klebstoff ausgekommen sind. Und auch der Notizblock brachte mich zum Schmunzeln.
Jaja, die Jungs aus Warschau sind wirklich stolz auf das ihrer Meinung nach beste Rollenspiel des kommenden Jahres. Und das ist ja auch das schöne an der Sache. Nicht nur, dass das Drumherum haften blieb, das Spiel schaut ja tatsächlich sehr vielversprechend aus.
Molyneuxsche Religion
Da sitzt man rum und will sich ein bisschen Fable III anschauen, da sitzt plötzlich Peter Molyneux neben einem. Ist mir zwar nicht passiert, aber einem Kollegen von Gaming-Universe. Der gute Thomas stellt dann die Frage, die mich aber tatsächlich auch brennend interessiert: Sind Sie eigentliche schon offiziell als Gott anerkannt?
Die Antwort wäre sicher spannend gewesen und Molyneux holte auch aus. Bevor er aber etwas sagen konnte, schaltete sich sein persönlicher Bürodrachen dazwischen und beendete das Gespräch. Er könne hier jetzt nicht rumsitzen und plaudern und schwubs, zog sie ihn weg.
Man muss wissen, dass Molyneux diese Dame eigentlich immer und überall dabei hat. Still sitzt sie im Hintergrund und lauscht dem Stardesigner. Und für den Fall, dass er sich verplappert, springt sie dazwischen. Und er redet ja manchmal viel, da ist so ein Wauwau echt praktisch.
Telefonsex
Kann man am Telefon erkennen, wieviel Sex eine Person hat? Zumindest das Kennenlern-Portal mit dem zweifelhaften Namen OKCupid meint das zu wissen. Nach ihrer Befragung liegen die Iphone-Benutzer ganz vorn, gefolgt von Blackberry und irgendwo abgeschlagen Androidler.
Wirklich überraschend ist das nicht, denn Iphone-Besitzer sind mit ihrem Telefon verheiratet und haben jeglichen Sinn für die Realität verloren. Für sie ist jede zarte Berührung des Touchpads im Grunde so viel wert, wie die tiefergehenden Erlebnisse zwischenmenschlicher Natur. Ganz wichtig ist so eine Streicheleinheit deswegen am Morgen nach dem Aufstehen und abends vor dem Schlafen gehen. Einfach mal beobachten.
Android-Besitzer sind schon auf eine ganz andere Astralebene gehüpft, in der Sex nur ein niederes Lustbedürfnis ist. Was hätte Google auch von der wie auch immer gearteten Beziehung - ob nun mit Menschen oder gar dem Telefon selbst. Daraus kann das Unternehmen derzeit keinen wirtschaftlichen Nutzen ziehen. Schön und gut, dass Apple sich die grandiosen Einnahmen aus der Porno-Industrie entgehen lassen will, Android jedoch schenkt uns jede Freiheit (mit der sich Geld machen lässt).
Blackberry-Besitzer hingegeben geben in der Studie an, mit acht verschiedenen Menschen Geschlechtsverkehr gehabt zu haben. Zweimal haben sie notgedrungenerweise mit ihrer Frau geschlafen und zwei wundervolle Bälger in die Welt gesetzt. Neidisch blicken sie auf all jene, die gleich beim ersten Mal Zwillinge gezeugt haben und sich so das lästige zweite Mal sparen konnten. Und wäre die attraktive Sandy nicht nach fünf Jahren schon wieder viel zu alt, müsste man sich auch nicht so oft die Gespielin wechseln. Aber der Kunde ist schließlich König...
Augen auf
Die Zukunft der Spiele könnte überall liegen. Bewegungssteuerung mit Wii, PS3 oder Xbox 360 jedenfalls zeigte uns schon eine Richtung auf. Dass dies aber noch lange nicht das Ende sein, beweist eine kleine Gruppe der Waterloo Labs. Die steuern das NES einfach nur mit ihren Augen.
Die Hightech bezieht sich dabei aber weniger auf irgendwelche Kameras, die alles genau aufzeichnen, sondern auf Geräte, die Bewegungen des Auges dort erfassen, wo sie entstehen.
Das klingt total verrückt und eigentlich ist es das auch. Mit Kanonen auf Spatzen schießen. Oder so. In jedem Fall erfolgreich umgesetzt im Rahmen der Zielstellung. Denn während die Steuerung technisch tadellos funktioniert, ist es spielerisch ein komplizierteres Unterfangen.
In jedem Fall sehenswert: Waterloo Labs - Eye Mario System. Es lohnt sich aber auch auf der Homepage vorbeizuschauen, dort wird unter anderem gezeigt, wie ein Auto mit einem Iphone gesteuert wird.
Ökoschwein #2
Nintendo wird von Greenpeace immer wieder gerügt, nicht genug für den Umweltschutz zu tun. Vor allem bei der Produktion sei man nachlässig. Die Japaner selbst sagen, dass nur weil sie zu bestimmten Prozessen keine Auskunft geben, das noch lange nicht heißt, dass man die Umwelt nicht wertschätze.
In jedem Fall schlägt man jetzt wohl zurück. In Poképark Wii: Pikachus großes Abenteuer ist Pikachu ein fleißiger Flaschensammler am Strand. Und wenn die alle in den Glascontainer geschafft wurden, tauchen sogar noch zwei weitere Pokémon auf, die sich vorher nicht an den Strand getraut haben. Kindererziehung durch Videospiele, wer hätte das gedacht.
Don't be evil #2
Google ist ein ziemlich großes Unternehmen, eine Krake, die ihre Arme in alles eintaucht, was das moderne Leben betrifft. Und derweil scheint es sich für das Unternehmen sogar zu lohnen, einen Schritt weiterzugehen: Sondereinsatzkräfte - wahrscheinlich eine Art kleiner Privatarmee oder ein Heer von Söldnern à la James Bond, im Auftrag von Mountain View, Kalifornien.
Denn eigentlich wollte ich mir nur einen Clip bei Youtube anschauen, aber da dieser nicht funktionierte wurde mir in dreißig Sekunden Besserung versprochen und dann folgendes Fenster angezeigt. Einen Informanten oder gar jemanden von der Special Task Force persönlich habe ich noch nicht getroffen, um die geheime verschlüsselte Botschaft zu übermitteln. Hoffentlich zerstört die sich aber in 30 Sekunden nicht einfach selbst...
Do it yourself #2
Nachdem wir im April gelernt haben, wie es möglich ist, seine eigenen Sonic-Level zu basteln, steigen wir heute tiefer in die Materie des Selbermachens ein: Wir basteln uns unseren eigenen 3D-Effekt!
Der Nintendo 3DS erscheint hierzulande wohl im Frühjahr 2011. Das erste Mal ausprobieren können, wird man das Gerät wohl auf der Gamescom. Denn selbst Hand anlegen ist bei diesem Handheld wichtig, weil die Bilder natürlich schwer zu zeigen sind.
Es gibt aber einen Trick. In dem man die Augen überkreuzt, quasi schielt, kann man den Effekt nachempfinden. Dazu muss man sich ein Doppelbild mit gekreuzten Augen betrachten, bis vier Bilder vor dem Auge zu sehen sind. Die beiden in der Mitte muss man dann zusammenfügen und scharf stellen. Erklärt wird das auch noch einmal hier.
So und nun ein Beispiel zum selbst ausprobieren oder gleich der Blick auf ein paar weitere diesem feinem Blog werfen. Ein Tipp noch am Schluss, die Bilder mit einem wichtigen Objekt in der Mitte - wie beispielsweise einer Person - funktionieren besser.
Milchmädchenrechnung
Microsoft rechnet sich das Leben schön. Da kündigen sie eine große Sommeraktion für ihr Karaoke-Spiel Lips an, die schon fast an Verzweiflung grenzt: Ab sofort gibt es die Spiele sowohl einzeln als auch mit zwei kabellosen Mikros zum Aktionspreis von 29,99 Euro.
Nein, ich habe mich nicht vertippt. Microsoft verkauft ihre Spiele mit oder ohne Mikrofone zum Sensationspreis von 30 Euro, was sonst 70 beziehungsweise 40 Euro kostet. Ich weiß nicht, wie das auf euch wirkt, aber für mich gibt es da sechs passende Buchstaben, die da wären: Ramsch.
Wer bitteschön kauft denn im Handel dann noch Sets ohne Mikrofone? Man wäre ja eigentlich schön blöd, wenn man sie dann nicht auch mitnimmt. Und wenn man diese eigentlich überflüssigen Dinger hat, was macht man damit? Eine paar sinnvolle Vorschläge für die Verwendung habe ich zusammengetragen:
1. als Taschenlampe weiterverwenden
2. Jongleuren im Zirkus spenden
3. Batterien für Controller nutzen, Rest in die Tonne
4. an Dildoking als neuwertig weiterverkaufen
5. Sammeln für neuen Weltrekordversuch
Ebay Kleinanzeigen dagegen ist nicht zu empfehlen, da der Markt für Mikrofone für die Xbox 360 ab sofort implodiert ist.
Galgenraten
Spielend lernen. Eigentlich ist es ziemlich faszinierend wie leicht man zum Denken angeregt werden kann. In der Schule in Mathe spielten wir beispielsweise Bankrechnen. Da rückte immer der von Bank zu Bank weiter, wer der schnellste beim Lösen von keinen Kopfrechenaufgaben war. Am Ende saßen die meisten nicht mehr an ihrem Platz und wer am Weitesten rückte, hatte eine stolz geschwellte Brust.
Ein anderes Spiel, was sich großer Beliebtheit erfreute, war Galgenraten. Ein Wort muss erraten werden und für jeden Fehler wird das Männchen am Galgen weitergezeichnet. Groß war die Freude, als ich auf DSiware Extreme Hangman erblickte - wenngleich es mal wieder so ein Spiel ist, dass es bereits für's Iphone gibt.
Hangman ist die englische Bezeichnung für Galgenraten. Dementsprechend ist im Spiel auch alles auf Englisch. Trotzdem macht es Laune sich durch die verschiedenen Kategorien zu wurschteln und am Ende doch festzustellen, das man die Person oder die Sache nicht kennt. Hübsche Animationen und die Möglichkeit auch zu zweit sich gegenseitig Begriffe zum Raten zu geben machten diese zwei Euro zu einer sinnvollen Investition.
Brandneu
BuyVip ist ein Onlinehändler, der versucht eine gewisse Club-Atmosphäre zu erzeugen. Es gibt regelmäßig Verkaufsaktionen, in denen Produkte einer bestimmte Marke besonders günstig angeboten werden. Zumindest scheint es meistens so.
Heute jedenfalls trudelten die neuen Angebote rein und ich staunte nicht schlecht. "X-Box, 360 vor dem offiziellen Verkauf bei BuyVip" und "Im Handel erst ab dem 16.07.2010 erhältlich. Aber du als BuyVIP-Mitglied hast schon jetzt die exklusive Möglichkeit, die revolutionäre Xbox 360 ab sofort zu erwerben."
Habe ich also etwas verpasst? Beim genaueren Hinschauen offensichtlich nicht. Die neue, kleinere Konsole von Microsoft wird bei BuyVip für 10 Euro unter dem offiziellen Verkaufspreis angeboten. Lieferzeit: 17 bis 21 Tage. Haha.
Schanzen-Geburtstag
Früher war ja alles besser. Jaja, Himmel war blau, Wiesen grün, heile Welt und so weiter. Kinder konnten da auch noch Kinder sein, sie spielten brav auf ihren Geburtstagen Topfschlagen, Blinde Kuh oder aßen Schokolade möglichst schnell mit Winterkleidung. Irgendwie mochte ich diese Feiern und diese absurden Wettbewerbe.
Später fanden es manche ja auch cool Geburtstage bei McDonalds oder auf der Bowlingbahn zu feiern. Oder ins Kino gehen. Ähnlich kreativ. Das einzig schön daran war nämlich meistens nur, dass die Eltern ihre Ruhe hatten, wenn die Kinder auf's Abstellgleis geschoben wurden. Aber die klassischen Geburtstage mit Unterhaltungsprogramm, die haben gerockt.
Neulich im Media Markt wurde ich dann auf eine ganz neue Form des Kindesverwahrlosung aufmerksam. Heute soll man tatsächlich ein Videospiel kaufen können: Alles Gute zum Geburstag für die Wii. Wie tief bitteschön kann man noch sinken? Zwanzig Minispiele, darunter Highlights wie Sackhüpfen und Stein, Schere, Paper sollen den klassischen Partyspaß virtualisieren. Zudem werden lächerliche Extras wie zum Beispiel Einladungskarten beigepackt.
Absoluter Tiefpunkt ist aber mit Sicherheit Kinderschreck Michael Schanze. Eltern und Großeltern können den Greis vom Öffentlich Rechtlichen vielleicht gut leiden. Einige scheinen aber tatsächlich dem Wahnsinn erlegen zu sein, dass auch Kinder den mögen. Mir hat der (schon vor zwanzig Jahren) furchtbar alte Mann immer Angst gemacht. Das er dieses Spiel präsentiert und als Sprecher darin auftritt, ist für mich der beste Indikator dafür, dass es Elektroschrott sein muss. Weg damit, pfui!
Popstar Microsoft
Mitte April kamen sie in den USA auf den Markt, die Social-Media-Handys Kin One und Kin Two. Zwei Monate später lassen die Amerikaner das Telefon schon wieder fallen. Man wolle sich auf Windows Phone 7 konzentrieren. Der geplante Europa-Launch wurde natürlich auch abgesagt.
48 Tage hielt der Ruhm. Zwei Jahre Entwicklungszeit wurden investiert, nur um festzustellen, dass die potentiellen Iphone-Killer auf Grund ihrer technischen Unzulänglichkeiten wahre Ladenhüter sind. Hoffentlich kann Microsoft die restlichen Telefone noch verscherbeln, nach dem die Preise um rund 70 Prozent gesenkt wurden. So viel Elektroschrott...
Zum Vergleich. Die Casting-Band Some & Any, gefunden durch das Format Popstars, wurde nach vier Monaten Fernsehmarathon am 10. Dezember 2010 gefunden. Die ersten Abnutzungserscheinungen tauchten hier zwar ebenfalls nach den ersten Wochen auf, Single und Album waren absolute Flops, aber man schleppte sich immerhin bis April und löste sich offiziell Anfang Juni auf.
Kommerziell gesehen war das Ganze sicher keiner komplettes Desaster. Die Quoten waren immer noch gut genug, um damit Knete zu scheffeln. Und auch die Musikverkäufe waren nicht so unterirdisch, dass da nicht noch der eine oder andere Euro rausgesprungen ist. Außerdem gab es das Sänger-Duo ja quasi gratis dank Knebelvertrag. Irgendwas macht Microsoft falsch...
Ruhmreiches Geld
Es hat zwar nichts mit Videospielen zu tun, aber kühl fand ich die Idee trotzdem. Einfach Geldnoten zu nehmen und sie prominenten Personen anzuheften, um Gesichter in einem ganz anderen Licht erscheinen zu lassen. Bernanke ist der Aufmacher des Bilderstrecke und der Typ liegt wirklich nahe. Aber wie viele Videospieler kennen wohl den derzeitigen Notenbank-Chef der USA? Bekannter hingegen ist dagegen der von mir ausgewählte Charakter, denn immerhin wurden ihm aufgrund von Popularität und Zweitvermarktung mehrere Spiele spendiert. Die restlichen Gesichter gibt es hier.
What did I do to deserve this
Ich bin schon ein Freund von wirklich fordernden Spielen. Es ist reizvoll, dass ein Spiel nicht gemeistert wird, obwohl man erkennt, dass es so schwer am Ende nicht sein kann. Also unfassbar hart, aber keinesfalls unlösbar.
Wer beispielsweise Super Monkey Ball für den Gamecube kennt, der weiß, dass dieses Spiel in späteren Levels einen nur so dahinrafft. Und auch Demon's Souls musste ich erst einmal viele Stunden spielen, bis ich raus hatte, wie ich mich am besten durch das Spiel bringe - in dem speziellen Fall musste das ja nicht einmal lebend sein.
Bayonetta ist übrigens auch so ein Beispiel. Der Titel ist recht fordernd, aber bietet genug Chancen, es trotzdem zu bewältigen. Vielleicht winken dann nicht so viele Punkte, aber dem, der das Spiel einfach nur schlagen will, ist das schließlich egal.
Ein Titel, den ich noch immer nicht so recht gerafft habe, ist What Did I Do To Deserve This, My Lord?! 2. Ohne jeden Zweifel, ich liebe es. Die Spieloberfläche besteht aus einem kleinen Labyrinth, dass aus der Ameisen-Farm-Perspektive dargestellt wird. Entwickler ist Nippon Ichi Software, die hierzulande wahrscheinlich vor allem für Disgea bekannt sind. Auch das ein durchaus fordernder Titel.
What Did I Do To Deserve This, My Lord?! 2 ist der Nachfolger von Holy Invasion of Privacy, Badman! What Did I Do To Deserve This? Ja, es stimmt schon, bei den Namen sparte man definitiv nicht. Der Vorgänger übrigens war noch frustrierender als das jetzige Strategie-Rollenspiel. Was nicht heißt, dass der Titel deswegen nicht immer noch barbarisch schwer ist.
Und ganz ehrlich, wirklich irgendwas erreicht habe ich in dem Spiel auch noch nicht. Zumindest nicht so richtig. Warum liebe ich es aber trotzdem? Ich mag die Optik, den Humor und das Spielprinzip. Und die Mischung aus Puzzle-, Strategie- und Rollenspiel.
Und es ist ein Spiel, was man immer mal rausholt, um zu schauen, ob man vielleicht jetzt den Stein der Weisen gefunden hat, um es zu schlagen. Vielleicht ein bisschen wie der Zauberwürfel, der Rubik's Cube. Ick liebe es.
Zickenkrieg #3
Nein, Großbritannien muss erst einmal ruhen. Aber es gibt ja noch Lieblingsfeinde. Nintendo und Sony zum Beispiel. Die Geschichte von Sonys Einstieg in den Videospielmarkt hat inzwischen ein so langen Bart, dass ich lieber direkt zu dem aktuellen Gezank springe.
Da sagt Shuhei Yoshida, der Chef von Sonys Worldwide Studios, doch tatsächlich, dass man ein genervt sei von Nintendos Äußerungen hinsichtlich der 3D-Technik. Die nämlich propagieren den 3DS als Zukunftsmusik, die 3D ohne Brille bietet. Dabei würde man doch eigentlich am gleichen Strang ziehen.
"Ich denke, wir als Industrie sollten diese neue Möglichkeit propagieren, von der großen Kinoleinwand bis zum schmalen Handheld. Es hilft, die Spiele und die Spieleindustrie weiterzuentwickeln. Wir würden gern zusammenarbeiten, um 3D zu bewerben", sagte Yoshida - Trotzdem schob er noch diesen einen Satz hinterher: "Wenn man wirklich die große Kino-Erfahrung haben möchte, dann muss man natürlich 3D-Brillen nutzen."
Und genauso äußerte sich der Kaz Hirai in einem anderem Interview in der Sankei Biz zum Thema 3D und 3DS: "Auf der Grundlage von internen Untersuchungen, verfügt die 3D-Technologie ohne 3D-Brille für portable Geräte nicht über eine hohe Präzision und es gibt noch Einschränkungen."
Und dann frage ich noch einmal, sollte wirklich Sony von Nintendo genervt sein? Klar, Nintendos Pfund ist, dass sie auf die Brille verzichten und das sagen sie natürlich auch gern. Für einen Wii-Nachfolger ziehen sie aber durchaus Sonys "rückschrittliche" Technik in Betracht. Zumindest, wenn die Fernsehgeräte eine ausreichende Verbreitung erreicht haben.
So sind sie halt, die Jungs bei Nintendo. Sie suchen eigentlich immer nach der breiten Masse und stellen das Spielen in den Mittelpunkt. Der Nintendo DS kommt auch ohne technische Spielereien aus - ziemlich pur in Sachen Spiele-Plattform und zumindest zum Start war die Konsole deutlich preisgünstiger als das Modell von Sony. Und bei der Wii wurde auch nur das verbaut, was preisgünstig herzustellen ist.
Aber ganz lupenrein in Sachen Verbalattacken ist Nintendos Weste natürlich auch nicht. Austeilen kann man selbst ziemlich gut. In Bezug auf steigende Playstation-3-Verkäufe sagte Fils-Aime: "Es ist leicht von steigenden Zahlen zu sprechen, wenn man auf einem derart niedrigen Niveau operiert."
Retro-Dämmerung
Das ist doch mal eine wirklich witzige Idee. Twilight erobert quasi gerade wieder die Welt und da bringt das findige Team von The Station ihre ganz eigene Version vom Finale heraus: 8bit Twilight Eclipse Interactive.
Das Text-Adventure mit NES-Retro-Optik läuft via YouTube und am Ende eines jeden Clips kann man entscheiden wie die Geschichte weiter gehen soll. Wird sich Bella für Edward oder für Jacob entscheiden? Triff selbst die Wahl!
Den Anfang des epischen Abenteuers gibt es hier.
Don't be evil #1
Im letzten Monat brachte Tecmo für DSiware zwei nette kleine Spiele heraus, die das alles auf den Kopf stellten. Genauer gesagt, stellten sie den Nintendo DS auf dem Kopf, denn damit das richtige Spielgefühl aufkommt, musste man das Gerät umdrehen. Also Touchscreen nach oben und umgekehrt.
Einer der Titel war ein Puzzler namens A Topsy Turvy Life: Turvy Drops und eine Woche später erschien A Topsy Turvy Life: The Turvy Strike Back. Das ist ein Arcade Shooter, bei dem man endlich mal nicht tausende Feinde besiegen muss, um zu siegen, sondern viel mehr umgekehrt, das kleinere Raumschiff niedermähen muss, dass sich gegen uns stellt.
Klar, großes Kino kann man hier für 200 Nintendo Points nicht erwarten, aber gerade weil der Titel so günstig, möchte ich an dieser Stelle eine Empfehlung loswerden. Zickzack, Raumschiff weg. Harharhar! Zickzack, Raumschiff weg. Muahahahaha!! Zauberhaft. Und das in drei Spielabschnitten mit steigendem Schwierigkeitsgrad.
Da bekommt man richtig Lust auf mehr solcher boshaften Rollenwechsel. Ja, ich sehe es schon von mir: A Topsy Turvy Life: Bowsers Revenge. Das wäre doch mal was... *träum*
Zickenkrieg #2
Bobby Kotick Activision-Blizzard-CEO und Everybodys Arschloch hat sich in die Diskussion zur Förderung von Videospielen in Großbritannien eingemischt: "Unser weiteres Engagement in Großbritannien hängt von den Anreizen ab, die uns geboten werden" - denn der gute Mann ist mit zwei Studios direkt von der Förderabsage betroffen. Deswegen legt er noch einmal Holz nach und sagt: "In Großbritannien sehen wir wirklich großartige Talente, die mit der Weltspitze mithalten können. Aber wir brauchen stärkere Anreize. Länder wie Kanada, Singapur oder auch osteuropäische Staaten bieten da mehr."
Der alte Sparfuchs weiß natürlich auch, dass ein paar Drohungen immer helfen könnten. Und falls die Wachstumsbremse nicht zieht, bleibt ja immer noch die Drohkulisse Arbeitsplatzabbau. Warum aber ein riesiges und hochprofitables Unternehmen wie Activision-Blizzard auf Fördertöpfe für Spiele angewiesen ist, die sich millionenfach verkaufen, weiß ich noch nicht so recht.
Schlimmer aber noch als den Kommentar von dem Clown von Activision (Entschuldigung, aber Kotick erinnert mich immer an Ronald McDonald), finde ich den Beitrag von Ray Maguire, der Sony Computer Entertainment in Großbritannien leitet. "Die bestehenden Planungen werden umgesetzt, weitergehend muss die Entwicklung aber auf den Prüfstand. Womöglich werden zukünftig für UK geplante Entwicklungen ins Ausland gehen", sagt der nämlich unterstützend zu Koticks Aussagen. Er nennt beispielsweise Malta, weil die mit Steuervergünstigungen für die Spieleindustrie locken.
Verzeihung, aber ich finde das wirklich mehr als dämlich. Talent kann nicht einfach beliebig bewegt werden. Es gibt Orte, das ist Talent vorhanden oder eben nicht. Und nicht jedes Talent ist bereit, nach äh...Malta zu ziehen. Und gerade Sony sollte wissen, dass ihre London Studios der Schlüssel zum Erfolgs auf dem europäischen Markt sind. Malta. Pah. Es gruselt mir wirklich immer noch, wie man so ein eigentlich grundsätzlich positives Klima auf den britischen Inseln, so ins negative kehren kann.
Fremdschämen
Unglaublich, kaum ist Fußball-WM, trauen sich die Deutschen mal wieder ein Fähnchen zu zeigen. Dabei ist man sonst so schüchtern was nationale Symbole betrifft. Nur beim Hobby-Gaming, da ist noch irgendwas im Busch: Eine Studie der Interactive Software Federation of Europe belegt, dass die Deutschen diesbezüglich ziemlich schüchtern sind oder aber ein verschrobenes Bild vom Gamer haben müssen.
In Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien, Schweden und die Niederland wurden 5800 Menschen befragt. Im Durchschnitt haben 25,4 Prozent in den letzten sechs Monaten gespielt. Vorne liegt Frankreich mit 38 Prozent, dicht gefolgt von Schweden und Großbritannien. Schlusslichter sind Deutschland mit 19 Prozent und Italien und Polen mit jeweils 17 Prozent. Vor allem im Alter fallen die Zahlen deutlicher ab, als in den drei führenden Ländern.
Und am Ende führt es auch dazu, dass in einem Land wie Frankreich und Großbritannien trotz der geringen Bevölkerungszahl eben deutlich mehr Spiele verkauft werden. Deutschland liegt laut der Studie knapp vor Spanien. Etwas, dass sich auch die Realität durchaus widerspiegelt. Nun gut, dafür sind unsere Spieler im Durchschnitt vermögender und gebildeter.
Und immerhin belegt die Studie auch, dass im Vergleich zum Rest ein erheblicher Teil der Spieler in Deutschland zwar nicht viele Spiele spielt, diese dafür aber intensiv. PC-Spieler zocken eben länger. Konsolen wie Wii, PS3 oder Xbox 360 haben es da schwer und die Nerds bleiben unter sich.
Ausgebuddelt #1
Eigentlich ist es noch kein Klassiker, gerade mal im Herbst 2009 erschienen. Aber kurz nach dem Launch wurde das ursprünglich 100 Euro teure Produkt schnell verramscht und war zeitweilig für 35 Euro zu haben. Auch unsere Kritik ließ nicht nur Gutes am Spiel.
Aber so richtig schlecht ist DJ Hero trotzdem nicht. Deswegen wurde es auch prompt am Wochenende aus dem Regal geholt und entstaubt. Eine Weile brauchte ich zwar, um zu registrieren, dass der Controller nicht komplett kabellos funktioniert. Ein Blick in die Verpackung half, um sich zu erinnern, dass es einen separaten USB-Adapter gab - wie rückständig.
Spaß hatten wir übrigens trotzdem. Auch in der Kombination mit der Gitarre. Vielleicht doch keine Fehlinvestition. Zumindest bin ich gespannt, welche Remixe es in den zweiten Teil schaffen. Die nämlich sind wirklich allererste Sahne.
Zickenkrieg #1
Die Briten diskutierten seit Monaten darüber, was mit der Games-Förderung passieren soll und ob man gerade in den derzeit schwierigen Zeiten nicht besonders den Heimatmarkt fördern sollte, um Arbeitsplätze zu sichern. Nun ist das Gesetz gekippt. Offiziell heißt es, dass man sparen wolle, wäre da nicht dieses Gerücht...
Es heißt nämlich, dass ein internationaler Spielehersteller gegen die Förderung Lobby gemacht. Richtig, Ein Spielehersteller arbeitet ganz bewusst gegen die Förderung von Spielen. Genauer gesagt, soll es sich dabei sogar um einen der größten Hersteller gehandelt haben, der da den eigenen Kollegen ins Knie geschossen hat.
Grund soll die Angst vor Wettbewerbsverzerrung gewesen sein, Nutznießer waren schließlich vor allem Studios mit Sitz in Großbritannien. Und Hersteller einseitig fördern, die stärker im britischen Markt verwurzelt sind, nein, das geht natürlich nicht. Bestätigt wird das laut dem Branchenmagazin Gamesindustry.biz sogar noch von Charles Cecil von Revolution Software, der im Gespräch mit Parlamentariern von dem Gegenwind aus dem Ausland hörte.
Welche Voraussetzungen es aber genau gab, um etwas vom geplanten Fördertopf zu bekommen ist nicht klar. Furchtbar streng wird es wahrscheinlich nicht gewesen sein, sondern eher vergleichbar mit der Filmförderung. Und wie die funktioniert, wissen wir ja immerhin auch aus Deutschland. Aber es gibt diverse wilde Theorien darüber, dass es vor allem Nordamerikaner seien, die keine Lust auf unabhängige Studios haben, die vielleicht irgendwann keine Publisher mehr brauchen.
Ein Horrorszenario wohl für etwa EA, wenn sie Criterion nicht hätten, Activision auf Bizarre Creations verzichten müsste oder Lionhead nicht auf einen Unterstützer wie Microsoft angewiesen wäre. Das diese Entscheidung aber der gesamten Industrie schadet, dass ist dem besagten Hersteller sicherlich egal. Aber anders als in Deutschland gibt es in Großbritannien offensichtlich ein Interesse des Staates an der Spieleindustrie im eigenen Land.
Der aktuelle Minister für Kultur beispielsweise ist von den Konservativen und trotzdem seit Jahren ein Unterstützer der Spieleindustrie. Er will auch die Entwicklerkonferenz in Brighton besuchen und dort sprechen. Unser Kulturstaatsminister Bernd Neumann verpasste es beispielsweise beim Deutschen Computerspielpreis nicht, gleich ein bisschen gegen Spiele zu hetzen, die nicht in sein Weltbild passten. Aber in Großbritannien blieben auch andere Unterstützer von Games nach der Wahl im Parlament. Eigentlich ein gutes Klima, von dem wir hierzulande eigentlich nur träumen können. Wie schade, dass dann die eigenen Reihen nicht geschlossen stehen, sondern zum Zickenkrieg blasen.
Wissen ist Macht
Sag mal, das weißt du doch bestimmt. Eine Freundin von mir will sich eine PS3 kaufen und ich meinte zu ihr, du kannst ihr einen Rat geben. Mein Freund hat nämlich in der Straßenbahn zwei Nazis beim Gespräch belauscht. [lange Pause] Die meinten, dass im Herbst neue Konsolen rauskommen und es sich deswegen überhaupt nicht lohnt, jetzt schon eine zu kaufen, weil die dann billiger wird. Was meinst du, sollte sie sich eine kaufen?
Kurz: Ich kenn den Bruder, dessen Freundin hat ne Schwester, deren Vater früher mal sein Fußballtrainer war. - Cucumber Men
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