
Mii too
Die erste Präsentation von Playstation Move, dem neuen Motion Controller, war ziemlich ernüchternd. So richtig groß scheint er jedenfalls nicht zu sein, der Nintendo Wii und ich glaube fast, dass war auch Sonys Ziel.
In zwei Jahren hat man nicht versucht etwas zu entwickeln, dass das Rad neu erfindet, sondern wie man ohne ein Patent zu verletzen, die Wii kopieren kann. Denn viel mehr ist es eigentlich nicht, was Sony im Herbst auf den Markt bringt.
Und selbst bei der Software zeigte sich Sony erschrecken uninspiriert. Keiner der Titel war in irgendeiner Form erfrischend. Sony liefert so gesehen kein Argument für den Kauf einer Playstation 3, sondern eher eins für die Wii: "Wenn sie mit der Demo zufrieden waren, kaufen sie sich morgen eine Wii." - Leider eine etwas teure Demo.

Kinderarbeit
Das Rollenspiel Fragile Dreams vom japanischen Entwickler Tri-Crescendo kommt am 19. März nach Europa. Wie üblich spart man natürlich bei den Übersetzungen, wenn es nicht wirklich lohnt und so ist auch dieses nur in Englisch verfügbar.
Noch zumindest. Denn eine kleine Gruppe von Spaniern fragte beim Publisher Rising Star Games nach, ob man nicht eine spanische Übersetzung anfertigen dürfe und die stimmten in bester Sparbrötchen-Manie natürlich zu. Es lohnt sich ja auch. Eine kostenlose Übersetzung und dazu noch eine super PR-Nummer für Fragile Dreams.
Am Ende fanden sich 50 Dum...äh...Freiwillige, die den Text mit den rund 35.000 Wörter so schnell wie möglich übersetzen wollen. Zum Release wird das vermutlich nichts mehr, aber die Übersetzung soll später kostenlos zum Download bereitstehen und via SD-Karte auf die Wii übertragen werden können. Clever.
Wer die Wahnsinnigen sind, kann auf dem zugehörigen Blog nachgelesen werden. Zumindest wenn man Spanisch kann. Aber vielleicht findet sich ja ein Fanprojekt, das dann dieses Blog übersetzt...

Verfallsdatum
Sony hat ein Patent für vergängliche Spieledemos eingereicht. Demnach würden diese Versionen nach und nach Features verlieren und am Ende kaum noch Umfang bieten.
Das ist natürlich zunächst nichts besonderes, aber die Frage ist, was Sony mit einem solchen Patent anstellen möchte. Wenn sie wirklich clever sind, packen sie es in ihr Entwicklertool und bieten es damit allen Herstellern an. Theoretisch könnten sie damit vergleichsweise umkompliziert einen weiteren Pluspunkt von Xbox Live auf ihre Seite ziehen.
Denn vielleicht würde damit ein Traum vieler Gamer endlich in die Realität umgesetzt werden können: Demos zu allen Spielen und dazu noch welche, die einen ordentlichen Einblick ins Spiel bieten. Gestern startete die Games Developers Conference. Vielleicht hören wir dazu noch etwas von Sony.

ApokalyPS3
Eine Panik brach los. Fast sämtliche PS3-Konsolen der ersten Generation - ca. 20 Millionen - waren unbrauchbar. Nach und nach lichtete sich jedoch das Chaos und man trug es mit Humor. Der Dumme war schließlich Sony, die super-peinlich "intensiv" nach einer Lösung suchten, von der sie genau wussten, dass sie sich am nächsten Tag von selbst lösen würde.
Aber die Internetgemeinde ist einmal mehr zusammengewachsen und hat wahre Größe bewiesen. Wir, die Überlebenden des Tags ohne Sony Playstation 3. Wir wissen wie man selbst im größten Chaos noch eine Party feiert und aus einem Totalausfall einen Event macht.

Schwerer Regen #5
Heavy Rain hat wirklich ein paar großartige Momente. Manchmal hat das Spiel einen so sehr gefangen, dass man tatsächlich vor Schreck eine Taste drückt, weil man so unter Druck ist - Dabei wäre eigentlich noch Zeit, um in Ruhe zu überlegen...
Allerdings gibt es auch Momente, wo nicht sofort klar ist, welche Reaktion eine Bewegung hervor ruft. Passend dazu haben die Jungs von Ctrl+Alt+Del einen Comic entworfen. Einen Ausschnitt gibt es bereits zu sehen, den ganzen gibt es hier.

Ohne Worte #2
Sara, immer mehr Mädchen spielen Games. Spielst Du selber gerne Computer- oder Videospiele?
Ja, auf jeden Fall. Wenn ich daheim bin und mit meinen Freundinnen einen Spieleabend mache, dann sitzen wir alle gemeinsam vor dem Fernseher und spielen mit der Nintendo Wii. Das neue Topmodel-Game wird sicherlich allen Mädels gefallen. Meinen Freundinnen und mir macht es riesigen Spaß. Wir alle lieben doch Mode - deshalb ist dieses Spiel für uns Mädchen perfekt.
Sara, Du bist DAS Gesicht zum offiziellen Spiel der neuen Staffel von "Germany's next Topmodel". Was bedeutet das für Dich?
Ich bin sehr stolz, dass ich das neue Gesicht des offiziellen "Germany's next Topmodel"- Spiels sein darf. Ich war ja ein Teil des Ganzen und finde es toll, jetzt dieses super Spiel repräsentieren zu dürfen. Meine kleine Schwester war schon von dem letzten Spiel total begeistert. Das neue Spiel wird sie sicher noch viel besser finden mit all den überarbeiteten Features - und ihrer großen Schwester natürlich!
Was ist für Dich das Besondere am neuen "Germany's next Topmodel"-Game?
Jeder, der Mode mag, wird dieses Spiel lieben. Du kannst zwischen unterschiedlichen Stylings wählen und gucken, was zu dir passt und was nicht. Ich mag die Möglichkeit, dass man mit den anderen Figuren aus dem Spiel interaktiv kommunizieren kann. Besonders gefallen mir das Fitnessprogramm und natürlich das Laufstegtraining. Ach, es gibt wirklich so viele neue Features, die kann ich hier alle gar nicht beschreiben. Auf jeden Fall hat man beim Spielen das Gefühl, selbst dabei zu sein - und das ist schon sehr aufregend. Ihr solltet Euch einfach überraschen lassen. Ich bin in jedem Fall hin und weg.
"Germany's next Topmodel" erscheint für vier verschiedene Konsolen. Auf welcher spielst Du am liebsten?
Ich spiele das Game gerne auf der Wii mit all meinen Freunden, weil es in einer großen Runde einfach unglaublich lustig ist und die Features für die Wii wirklich viel Spaß bringen. Und natürlich auf dem Nintendo DS. Wenn ich unterwegs bin oder irgendwo länger warten muss, zum Beispiel in der Maske, spiele ich gerne mal zwischendurch.
Welches war Dein erstes Game?
Was ich früher ständig gespielt habe, war Super Mario Land. Ich weiß noch, dass ich mit meiner Schwester jeden Tag gespielt habe und wir uns fast schon gestritten haben, weil wir nur das eine Spiel hatten. Ich habe Super Mario einfach geliebt.
Was macht für Dich ein gutes Game aus?
Ich mag Spiele, in denen man seine Intelligenz trainieren kann. Und natürlich Spiele, die Bewegung und Fitness fördern und die man zusammen in einer Gruppe spielt.
Wie hat „Germany's next Topmodel" Dein Leben verändert?
Also, das letzte Jahr war für mich unglaublich und ist immer noch unglaublich. Ich genieße jeden Tag. Wenn ich das ganze Jahr Revue passieren lasse, dann merke ich erst, wie viel ich erlebt habe und wo ich überall war - in Kapstadt, New York, Los Angeles, London. Es ist einfach aufregend, das alles mitzuerleben. Ich bin wirklich sehr glücklich darüber, dass es beruflich so gut läuft und ich durch "Germany's next Topmodel" diese riesige Chance bekommen habe, das zu tun, was mir wirklich Spaß macht.
Sara, danke für das Interview!

Ohne Worte #1
Tauch in die glitzernde Welt der Mode ein und werde Germany's next Topmodel! Trete gegen deine Mitbewerberinnen an, überzeuge mit tollen Outfits, atemberaubenden Styling und hinreißendem Makeup. Steche Konkurrentinnen bei der Fitness, auf dem Catwalk oder beim Fotoshooting aus und greife dir die lukrativsten Kundenaufträge. Zeige, dass du das Zeug dazu hast!
- Simulation kompletter Tagesabläufe, während derer du dich frei durch das komplette Loft bewegen und auf vielfältige Weise mit den anderen Models, Jury, Fotografen, Trainer, Visagisten und Statisten interagieren kannst.
- Beweise dein Können in 9 spannenden Minimales: Catwalk Balance und Klassik, Make-Up, Stilist, Dressroom, Fotoshooting, Laufband, Stepper sowie Quiz.
- Präsentiere dich als verführerisches Pin-Up in den USA, als verträumte Prinzessin in England, im abgedrehten Harajuku in Japan, als Braut in weiß in Frankreich oder als stillvolle Geisha in Japan.
- Regeneriere deine Energie durch eine kluge Zusammenstellung aus 45 Lebensmitteln aus dem Kühlschrank und durch Schlaf. Schließlich muss ein Model fit sein.
- Setze das Wii-Balance Board geschickt bei den Minispielen Catwalk und Stepper ein.
Um in den vollen Genuss dieses Spiels zu kommen, sind Lesekenntnisse erforderlich!

Fußballhölle
Manche würde vermutlich sogar ihre Seele verkaufen. In diesem Fall war es nicht mal so viel. Trotzdem, bedenkt man die Umstände, fehlt nicht mehr viel bis dahin.
Es geht um Fußball, genauer gesagt das Euroleague-Spiel zwischen Hertha BSC und Benfica Lissabon gestern Abend. Sky bot einen Stream über ihre Website an. Im Einzelabruf sind das schlappe 19 Euro. Aber was tut man nicht alles für den Familienfrieden.
Leider befindet sich kein funktionstüchtiger Windows-Computer im Haushalt. Da Sky allerdings auf Active X baut, muss man etwas tricksen. Und damit trotzdem große Gefühle aufkommen und nicht alles am 13'' Macbook genossen werden muss, wurde auch da gepimpt.
Meine Konfiguration sah also wie folgt aus:
Macbook 13'' und Windows XP via Parallels
Media Player 11 im Vollbildmodus
S-Video via Mini DVI an HDTV 42''
Sound via Kopfhörer-Ausgang an Anlage
Beim Stream gab es für die stolzen 19 Euro sogar noch zwei Möglichkeiten: Niedrige oder hohe Auflösung. Variante zwei setzte DSL 1000 voraus. Wow. Die Bildqualität war atemberaubend, aber nach ein paar Hängern immerhin flüssig.
Bis allerdings die Probleme mit dem DRM gelöst wurden, waren schon die ersten 40 Minuten vergangen und die ersten zwei Tore durch Lissabon gefallen. Am Ende verlor Hertha mit vier Gegentoren und flog aus der Euroleague. Mein aufopferungsvoller Einsatz bei der grandiosen Umsetzung dieses Meisterwerkes rettete allerdings den Haussegen. Puh!

Schwerer Regen #4
Geschafft. Das erste Mal bin ich durch. Insgesamt waren es wohl zwölf Stunden. Davon acht Stunden am Stück in der letzten Nacht - inklusive Finale. Ick finds immer noch gut. Auch das Ende. Aber ich kann verstehen, wenn mancher nörgelt. Das ist dann aber trotzdem nicht meine Meinung.
Übrigens hatte ich nach dem ersten Durchspielen 51 Prozent. Ich hab also schon recht viel geschafft. Aber seht doch selbst: =)

Schwerer Regen #3
Wow. Eigentlich wollte ich mich nicht dazu äußern. Nicht vor dem Gesamterlebnis. Aber dieses Spiel. Es ist unfassbar, wie es einen packt. Mitreißt. Diese Mischung aus Musik und Handlung. Mein Herz, es rast schneller.
Klar, nicht immer ist es perfekt. Es hat seine Macken. Ein Kollege ist schon durch und scheint nicht wirklich zufrieden mit dem Verlauf, aber bis jetzt. Wow. Wer ist dieser Origami-Killer. Allmählich komme ich ihm offenbar auf die Spur.
Ich muss mich beruhigen. Muss konzentriert bleiben. Es geht nicht nur um Shaun. Es geht darum, dass Geheimnis zu lüften und den Grund hinter all dem zu erfahren. Wo soll das alles enden. Und wie weit kann ich gehen?
Heavy Rain ist starker Tobak. So viel ist sicher. Noch immer ist mein Puls nicht normal, aber langsam atme ich wieder ruhiger. Langsam, aber nur langsam. Wow. Ich glaube, ich brauche frische Luft.

Zweite Hand #2
Das grenzt was schon an Wahnsinn. Sony wendet für den neuesten PSP-Ableger der Socom-Reihe ganz rigide Methoden an, die ein bisschen wie eine Mischung aller bedenklichen Methoden anmuten, die derzeit ausprobiert werden.
Wer Socom: Fireteam Bravo 3 online spielen will - und das werden bei einem darauf ausgelegten Spiel einige sein, wird sich über ein neues System freuen, bei dem das Spiel vor dem Start mit einem Playstation Network-Konto verbunden werden muss. Bei digital erworbenen Spielen geschieht dies automatisch, wer sein Spiel auf UMD erwirbt, bekommt dafür einen Gutschein, der dem Spiel beiliegt.
Richtig, ein Gutschein. Und dieser kann auch nur einmal eingelöst werden, wie das eben solche an sich haben. Wer das Spiel weiterverkaufen will, muss einen geringen Gewinn einplanen, denn die Erwerb dieses Gutscheins kostet nicht weniger als zwanzig Dollar.
Sonys Testlauf soll vor allem die Piraterie auf der PSP einschränken. Denn wer sein Spiel nicht direkt im Store kauft, muss es trotzdem da registrieren und dafür wiederum braucht es einen Gutschein. Für andere Spiele ist das glücklicherweise noch nicht geplant.
"Heutige Konsumenten sind viel technikbegeisterter und besser vernetzt als jemals zuvor", erklärte dazu John Koller von der amerikanischen Playstation-Mannschaft. Er meint sogar, dass nach Untersuchungen von Sony die Fans auf diese News "recht positiv" reagieren würden.
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Also ich würde mir als Gamer ziemlich verarscht vorkommen, wenn ich inzwischen auch auf der PSP Stress habe, nur weil Sony das mit dem Kopierschutz nicht in den Griff kriegt. Und wer weiß wie lange es dauert, bis sie das auch geknackt haben. Dann hat Sony nix gekonnt, außer Kunden frustriert.
Wer jetzt sagt, dass Ubisoft schlimmer ist, den hole ich mal kurz auf den Boden der Tatsachen zurück: Ubisoft PC-Spiele können auf beliebig vielen Rechnern installiert werden. Socom wird mit dieser Variante an eine PSP gekoppelt sein. Außerdem arbeitet Ubisoft auch an einer Lösung wie Accounts übertragen werden können. Damit wären sie zumindest meiner Meinung nach fein raus.
Ich hoffe nun heimlich, dass Socom: Fireteam Bravo 3 von noch weniger Leuten gekauft wird, als es ohnehin schon sind. Danke!

Die spinnen, die Australier
Man mag es kaum glauben, aber es gibt ein Land, in dem das System zu Einstufung von Spielen noch verrückter ist, als in Deutschland. Aber ja, die Australier setzen dem noch einen Hut auf.
Dort ist die höchstmögliche Einstufung nämlich nicht ab 18 wie hierzulande, sondern ab 15. Fünfzehnjährige Pimpfe können so beispielsweise in dieser Woche bei Aliens vs. Predator zulangen. Hierzulande erscheint der Titel erst gar nicht, weil er vermutlich hätte geschnitten werden müssen.
Nicht erscheinen durften aber unter anderem Leisure Suit Larry: Magna Cum Laude, Silent Hill: Homecoming und sogar Risen wurde eine Einstufung verweigert. Zudem gibt es abgesehen vom MA15+ Rating keinerlei Verbindlichkeit.
E ist für alle gedacht. G beschreibt Inhalte, die nicht für Kinder gemacht wurden, aber unbedenklich sind. Dann gibt es PG, das an Spiele vergeben wird, die nur mit elterlicher Aufsicht gespielt werden sollten. Und als letzte unverbindliche Stufe das M, welches sich an Erwachsene richtet.
Und Erwachsen ist man in Australien offenbar mit 15. Denn das MA15+ ist das höchste der Gefühle und das verbietet einen Verkauf an unter Fünfzehnjährige. Es ist verrückt.
Derzeit gibt es einen Streit in Australien. Industrie und ein erheblicher Teil der Bevölkerung will ein 18er Rating für Spiele, so wie es das auch für Filme gibt. Michael Atkinson, der Christian Pfeiffer von Australien, schürt allerdings die Sorge, dass dann erst die bösen gewalttätigen Spiele ins Land einfallen.
Das es vielmehr im Moment absurd ist, weil Spiele, die regulär ein 18er Rating bekommen würden, jetzt der Stempel MA15+ aufgedrückt wird, sieht er offenbar nicht. Auch vergisst er, dass auch mit der 18 immer noch Spiele verboten werden können. Das schaffen wir doch auch. ; )
Wie in etwa das Prinzip wohl derzeit läuft, vermittelt das kostenlose Spiel Ban This Game für PC und Mac.

Geklebt
Da kommt man einmal zu spät (oder so), schon wird einem eine drakonische Strafe aufgedonnert. Egal, I get up, and nothing gets me down.

Schwerer Regen #2
Noch immer warte ich auf ein Muster von Heavy Rain, denn die Demo befriedigt mich kaum. Nein, sie macht es nur noch schlimmer. Dank Sony gibt es aber noch andere Möglichkeiten sich die Zeit zu vertreiben...wenn es nur nicht so verdammt kompliziert wäre. Argh!

Prologue
Freitag, 5. Februar 2010 / 02:27
Liebes Tagebuch,
heute geht es nach Nürburg und ich freue mich schon auf die geplanten 40 Stunden ohne Schlaf. Gegen acht Uhr bin ich aufgestanden und gerade sitze ich im Nachtzug Richtung Köln. Auf dem Nürburgring ist doch das Finale der GT Academy, zudem werden die 15. Playstation Masters, das Saisonfinale der Playstation Liga, ausgetragen. Die anschließende Party endet wohl gegen Mitternacht. Das wird ein Spaß!
Leider bin ich eben noch in jenem Nachtzug. Drei Menschen mit fünf riesigen Koffern inklusive diversen Beuteln drängen in das Abteil, das bisher nur zwei stillen Holländern und mir belegt wurde. Eigentliche wollte ich auf der Fahrt noch etwas arbeiten, doch jetzt sitze ich in diesem Dunkelkammer fest. Ich bin so verzweifelt, dass ich erstmals die DSi-Anwendung My Notebook ausprobiere, für die ich irgendwann mal zwei Euro verschwendet habe.
Das muss man sich mal vorstellen: Nicht nur, dass die Schrift auf dem DSi immer etwas unleserlich aussieht, diese Anwendung ist auch noch dreist. Nach dem Umblättern wird mir plötzlich ein neues Papierdesign freigeschaltet. Als würde das irgendjemand wollen oder brauchen. Stattdessen bin ich jetzt genervt, dass es noch siebzehn weitere gibt, die mir einfach vorenthalten werden.
Den Zug interessiert mein Elend nicht, der rollt mit rund dreißig Minuten Verspätung weiter durch Deutschland. Ich hatte mich vertrauensvoll an den Schaffner gewandt, ob das in irgendeiner Form noch aufgeholt werden kann. Ich müsse einen Anschlusszug bekommen muss, um rechtzeitig in Koblenz bei einem Shuttlebus zu sein. Freundlich teilt er mir mit, dass er dies nicht wisse, aber er mir gerne die nächstmöglichen Züge nach Koblenz raussuchen kann. Idiot.

Fliegengewicht
Früher habe ich das oft gemacht. Konsole eingepackt und auf zu Freunden damit. N64 und Gamecube waren dafür ja auch super gemacht. Die Xbox zum Beispiel schon weniger. Aber dazu habe ich meine ganz eigene Geschichte, die ich vielleicht später noch einmal ausbuddle.
Jedenfalls wurde es mit Xbox 360 und PS3 nicht besser. Zumal so eine integrierte Festplatte ja auch immer gefährlich ist. Wirklich für den Transport sind die nicht geeignet. Aber die Wii. Wow. Das transportable Leichtgewicht ist quasi perfekt und bringt NES, SNES und so weiter gleich mit. Eigentlich perfekt um damit mal bei Freunden vorbeizuschneien...

Schwerer Regen #1
Noch eine Weile muss ich auf Heavy Rain warten. Das Meisterwerk von David Cage kommt Ende Februar. Bis dahin kann man sich mit allerlei Dingen die Zeit vertreiben. Zum Beispiel mit David Couplands Buch All families are phychotic. Nicht so düster, aber trotzdem großartig.

Winterspiele
Abends, wenn ich nach Hause komme, ist meistens nichts entspannen und noch eine Runde zocken. Nee, dann schlägt sie knallhart zu, die Simulation, die sich Leben nennt.
Aktuell ist nämlich Winterfitness schwer angesagt. Im Klartext heißt das Schnee schieben. Denn ich wohne zwar im Dachgeschoss, aber da ist dieses verflixte Zimmer auf der anderen Seite der 30 Quadratmeter Dachterrasse...

Made in PRC
Bin ich neidisch auf China? Gönne ich ihnen den Erfolg nicht? Zumindest muss ich natürlich aufpassen, was ich sage, denn ich bewege mich auf wackeligem Terrain. Aber Legends of Exidia für DSiware spielte sich furchtbar generisch und die Musik zum Beispiel klang auch seltsam vertraut. Als hätte jemand eine schlechte Kopie von einem bekannten Stück angefertigt.
Im Abspann tauchten dann auf der Entwicklerseite ausschließlich Chinesen auf. Und irgendwie musste ich in dem Moment schmunzeln. Es schien das ganze Spiel zu erklären. Denn obwohl China eine nicht mehr wegzudenkende Wirtschaftsmacht ist, so sind sie im Moment noch die Könige der Plagiate.
Und ein Produkt, auf dem Made in China steht, wird kritisch beäugt. Und das nicht erst seit giftigem Kinderspielzeug von amerikanischen Markenartiklern. Aber deswegen steht ja inzwischen auch Made in PRC, Made in People Republic of China, auf den importierten Waren. Das kennen die Kunden noch nicht. Da verfliegt ihre Angst.
Und bei Legends of Exidia stand ja auch Gameloft drauf. Franzosen, die eng mit Ubisoft verbunden sind. Aber in diesem Fall war Gameloft gleich doppelt dreist. Denn eigentlich handelt es sich bei dem Spiel um keine komplette Neuentwicklung, sondern eine Umsetzung von Might & Magic II. Das erschien irgendwann mal für Mobiltelefone. Aber immerhin haben sie sich nur selbst kopiert.
Jetzt gibt es das Spiel jedenfalls mit neuen Charakterartworks und ohne Franchise auf de DSi. Zu wissen, dass es eigentlich mal ein Handyspiel war, lässt es in einem ganz anderen Licht erscheinen. Dafür ist es nämlich ganz ordentlich. Aber auf dem DSi? Gräßliches Mittelmaß.

80 Jahre Singstar
Reißfest, bei jedem Wetter - Das ist unser Tempo. Das deutsche Unternehmen wurde 1929 in Nürnberg gegründet und konnte nach dem Krieg stetig neue Marktanteile gewinnen.
Heute gehört Tempo den Schweden von SCA. Inzwischen werden mehr als 20 Milliarden Taschentücher jährlich produziert. Passend dazu gibt es eine gemeinsame Kampagne mit Singstar. Die hängen zwar noch etwas hinterher und sind erst bei 20 Millionen verkauften Spielen, aber was nicht ist...
Aber das scheint mehr oder weniger die einzige Verbindung zwischen Singstar und Tempo zu sein. Ich zumindest glaube nicht, dass Karaoke-Freunde in Zukunft für Rotz-und-Wasser-Balladen auf die Kraft von Tempo setzen. Oder etwa, dass Tempo-Käufer beim Schnäutzen plötzlich ganz neue Talente in sich entdecken.
Trotzdem freut es mich, wenn für dieses schicke Spiel ordentlich die Werbetrommel gerührt wird. Selbst wenn das Trägermedium eben Taschentücher sind.

Volkszorn
Ubisoft führt für die kommenden PC-Titel ein neues System ein, mit dem wohl vorrangig den illegalen Kopie ein Riegel vorgeschoben werden soll. Und für den Kunden springt so gar etwas dabei heraus.
Spiele kommen komplett ohne Digital Rights Management-Schutzmaßnahmen aus, können beliebig oft auf beliebig vielen Rechnern installiert werden. Außerdem werden Spielstände online gespeichert, so dass sie von überall her abgerufen werden können.
Aber genau da ist der Haken. Ubisoft verlangt, dass man permanent online ist und über sein ubi.com-Konto mit den Servern des Publishers verbunden bleibt. Ansonsten unterbricht das Spiel und wird erst fortgesetzt, so bald die Verbindung wieder hergestellt ist.
Die Community ist echauffiert. Es regt sich Protest. Etliche geben an, ihre Vorbestellungen für Siedler 7 und Assassin's Creed 2 gestrichen zu haben. Lesbar wird das unter anderem in den Foren von Amazon.de.
Sie fühlen sich entmündigt und als ehrliche Käufer gegängelt, während eben jene Kopierer einen Weg finden werden, wie sie das alles umgehen. Permanentes Internet, nein, dass gibt es nicht. Zu Hause zickt so ein Provider manchmal rum und von einem mobilen Netz auf Reisen fange ich gar nicht erst an. Zumal Ubisoft für ein funktionierendes System Breitbandgeschwindigkeit voraussetzt.
Bis hier hin konnte ich aber noch mitgehen. Eine Sache aber bringt für mich das Fass zum Überlaufen: Ubi.com-Konten dürfen nicht weitergeben, schon gar nicht mit dem Spiel weiterverkauft werden. Ubisoft verbietet damit quasi komplett den Weiterverkauf, ohne aber das Spiel trotz fehlender vollwertiger Lizenz günstiger anzubieten.
Und in Sachen Sicherheit: Falls Ubisoft den Support für das Produkt irgendwann einstellt und den Servern der Saft abgedreht wird, wollen sie einen Patch bereitstellten, der die Kernbestandteile des Spiels weiterhin spielbar macht. Ein Patch, den sicher nicht nur Ubisoft bereitstellen kann...
Mehr in Ubisofts FAQ (Englisch)

Testfahrt
In letzter Zeit wird man ja förmlich überschwemmt von den diversen Betatests. MAG, Battlefield: Bad Company 2 und Siedler 7 sind nur einige Beispiele. Von einem Service wie Home, der quasi eine ewige Beta-Version ist, mal ganz abgesehen.
Einerseits ist es schön, dass man früher Zugriff auf ein Produkt bekommt und das Hersteller auch bereit sind, ihre Spiele einem großen Kreis zu zeigen. So kann beispielsweise auch ein Onlinemodus auf seine Belastbarkeit getestet werden.
Die Betaversion, die ich privat gerade zocke, ist Modnation Racers. Das Spiel ruckelt ganz furchtbar. Außerdem fährt mir die Konkurrenz immer davon. Eigentlich zwei gute Gründe, dass Spiel jetzt doch nicht mehr zu mögen und in Zukunft einen großen Bogen darum zu machen.
Naja, ich werds vermutlich trotzdem noch mal Spielen. Dann wenn der Release ins Haus steht und ich es wahrscheinlich für Gamereactor besprechen werde. Vielleicht überzeugt es mich ja dann auch wieder. Aber Beta-Versionen taugen eben nicht immer etwas.

Zweite Hand
Ein junges Start-Up aus Großbritannien will gebrauchte Digitalkopien von Spielen verkaufen und bereits Ende März mit 400 Spielen am Start sein. Bis zum Ende des Jahres will man diese Zahl auf 2000 erhöhen.
Ihre Technologie soll es tatsächlich möglich machen, dass Spieler gebrauchte Spiele kaufen und verkaufen können und damit auch die Publisher milde gestimmt sind, verdienen sie an diesem Modell mit.
So richtig vorstellen kann ich mir das noch nicht. Zumindest nicht für Systeme wie PS3, Xbox 360 und Nintendo Wii. Zumal es ja bei digitalen Kopien keine Abnutzung gibt, so das der theoretischen Warenwert immer dem Vollpreis-Spiel entspricht. Wie neu eben.
Gespannt bin ich trotzdem, was Green Man Gaming da auf die Beine stellt. Und natürlich interessiert mich, wie man die zickigen Publisher, die im letzten Jahr besonders gern auf den Second Hand-Markt schimpften, milde gestimmt wurden. Schauen wir mal.

Usability
Entwickler in Großbritannien haben noch einmal zusammengetragen, was eigentlich kein großes Geheimnis ist: Das digitale Download-Angebot für den DSi braucht dringend eine Überarbeitung.
Mit dem Service seien sie grundsätzlich zufrieden, weil er auch unanhängigen Entwicklern die Möglichkeit gibt, Inhalte zu veröffentlichen, aber folgendes sollte besser werden:
Werbung: Bisher legt Nintendo in Sachen Marketing keinen Fokus auf die Internetfähigkeit und DSi Ware. Zwar sei jeder für sein eigenes Marketing verantwortlich, aber eine allgemeine Kampagne wäre hilfreich.
Ich glaube schon, dass Nintendo sich an dieser Stelle viel Mühe gibt. Im Rahmen von PR-Aktivitäten wird DSi Ware schon immer angepriesen. Und auf dem DSi XL sind sogar bereits Downloadspiele vorinstalliert. Das macht Lust auf mehr.
Benutzerführung: Der DSi-Shop braucht eine Überarbeitung. So bald ein Titel nicht mehr auf der Eingangsseite beworben wird, ist er nur schwer auffindbar. Außerdem hätten sie gern ein Rankingsystem nach Beliebtheit und nicht etwa wie jetzt nach dem Alphabet.
Dem stimme ich teilweise zu. Tatsächlich lassen sich Titel nur schwer finden und nicht immer ist erkenntlich, was sich hinter manchem Button verbirgt. Da muss was getan werden. Ein Rankingsystem finde ich trotzdem schwierig. Das bevorteilt Spiele, die lange im Laden sind.
Demos: Zu keinem Spiel gibt es eine Demo. Hier möchte ich gleich einhaken. Demos sind super und oft müsste sich so etwas auch umsetzen lassen. Aber wenn der Testlauf auf Wii Ware ein Erfolg wird, gibt es so etwas sicher auch auf dem DSi.
Marketing: Hier geht es nicht um Werbung für den Service, sondern um Möglichkeiten für die Entwickler ihren Titel auch zu promoten. Einerseits wissen Entwickler oft nicht, wann ihr Titel erscheint und zum anderen können sie keine Downloadcodes herausgeben. Das sieht Nintendo wie auch auf der Wii nicht vor.
Das ist wirklich ein Ding der Unmöglichkeit. Hier muss Nintendo wirklich schauen, ob es nicht einen Weg gibt, wie die beiden Probleme gelöst werden können. Auch für die Wii, wo es sogar für User ein Geschenkesystem gibt, sollte so etwas nachgereicht werden. Bisher können Hersteller nur Punkte. Und da ist noch nicht mal bedacht, dass es auch nett wäre, wenn Codes bereits vor der Veröffentlichung genutzt werden können für die Presse.
Alles gute und wichtige Dinge, die Nintendo angehen sollte. Einen persönlichen Wunsch noch am Schluss: Bitte macht es möglich, dass DSi-Spiele auch von der SD-Karte gestartet werden können wie bei der Wii. Danke!

Pink
Wow. Ich hätte mir nie vorstellen können, dass so eine Farbe in dieser Intensität überhaupt hätte produziert werden können. Meine Augen brennen. Darf nicht hin...sehen...muss...argh...
Ok, etwas Farbe raus. Das kann ich sonst nicht verantworten, was Nintendo da am Valentinstag auf Deutschland loslässt. Boah.

Lebensretter
Ich kann den Wahrheitsgehalt der folgenden Geschichte nicht überprüfen. Aber sie klingt so unwahrscheinlich, dass sie schon fast wieder wahr sein muss. So berichtet der US-Senders MSNBC, dass ein US-amerikanischer Filmemacher sein Leben nach dem Erdbeben in Haiti durch das iPhone retten konnte.
Dan Woolley heißt der gute Mann, der nach eigenen Angaben unter Anleitung einer Erste-Hilfe-App des iPhones seine Wunden versorgen konnte und schließlich von einem französischen Rettungsteam gefunden wurde. Nach 65 Stunden.
Außerdem lautete eine der Anweisungen, auf keinen Fall einzuschlafen. Woolley stellte sich dann die iPhone-Alarmuhr auf alle 20 Minuten, um sich wach zu halten. Für das Licht hatte er sich übrigens keine App heruntergeladen. Da musste seine Digitalkamera herhalten.
Trotzdem frage ich mich, wie sein iPhone so lange durchgehalten hat. Die Batteriedauer soll ja nicht so prall sein. Falls es doch alles stimmt, waren die 2,99 Euro für die Applikation zumindest gut angelegt. Naja und das kleine Vermögen für sein ein Handy eben.

- Kinderarbeit
- Verfallsdatum
- ApokalyPS3
- Schwerer Regen #5
- Ohne Worte #2
- Ohne Worte #1
- Fußballhölle
- Schwerer Regen #4
- Schwerer Regen #3
- Zweite Hand #2
- Die spinnen, die Australier
- Geklebt
- Schwerer Regen #2
- Prologue
- Fliegengewicht
- Schwerer Regen #1
- Winterspiele
- Made in PRC
- 80 Jahre Singstar
- Volkszorn
- Testfahrt
- Zweite Hand
- Usability
- Pink
- Lebensretter
- Geschmacklos
- Schwanzvergleich #2
- Epic Fail
- Gute Führung
- Agenda Zwanzigzehn
- Pixelherzblut
- Ramschbox
- Ökoschwein
- Hauptsache billig
- Micropayments
- Tuper Tario Tros.
- Superbeste Freunde für immer! #2
- Spielhölle
- International
- Gleichmacherei
- Bewegungsmuffel
- Wunschzettel #4
- Abenteuer Weihnachten
- Zweiter Sieger
- Glückwünsche
- Wunschzettel #3
- Wunschzettel #2
- Wunschzettel #1
- Guter Patch, schlechter Patch
- Schwanzvergleich
- Auf Gedeih und Verderb
- Auferstanden aus Ruinen
- Sucht
- Androgyny
- Werbehasen
- Alaska-Hexen
- Göttliche Fügung
- Völlerei
- Number One
- E-Rotic
- Mario & Luigi vs. Hamtaro
- Bücherverbrennung
- Queendom
- Der Club der Teufelinnen
- Schwangerschaftsgymnastik
- Mein Block
- eSport ist kein Mord
- Wie ich Bruce Shelley traf
- Superbeste Freunde für immer!
- Egoshooter
- Gutes Benehmen
- Verspielte Politik
- Die Wii spricht bayrisch
- Hey Big Spender
- Geld oder Liebe
- Einsneunundvierzig.
- Was Männer wollen
- Vor der Gamescom...
- Wir singen. Laut.
- Karaoke im Überfluss
- Digital ist besser
- Der Preis ist heiß
- Nintendo wird sozial

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