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Meine ersten VR- Erfahrungen mit der Oculus Rift

Tagged als: VR, Oculus Rift, Subnautica VR, Elite Dangerous VR, Robo Recall

Meine ersten VR Erfahrungen

Gestern war es endlich so weit, ich habe mir nach langer Überlegung eine Oculus Rift incl. Controller Set zugelegt.
Weshalb ich mir für die Rift entschieden habe? Ganz klar...Platzmangel, "Bequemlichkeit", was den Aufand für das Einrichten der Sensoren angeht und letztendlich der Preis.
Mir ist klar, dass die HTC Vive in sachen Sensoren und Bewegungserkennung weit vor der Oculus Rift liegt. Da ich persönlich eher ein "Couchpotato" bin und keine Lust habe,
Sensoren so wie sie bei der HTC Vive notwendig sind, an den Wänden zu montieren, habe ich mir die Rift zugelegt.
Außerdem wollte ich ersteinmal ausprobieren, wie es so ist in virtuelle Welten einzutauchen, ohne gleich horrende Summen für ein VR Set auszugeben.
Die Rift ist für mich somit ein erschwingliches Einsteigerprodukt. Im Großen und Ganzen habe ich 637€, statt 708€ Normalpreis für die Oculus Rift und das Controller Set ausgegeben,
da der Kauf mit einer 10 % Rabattaktion im Rahmen einer Neueröffnung eines Multimedia Geschäftes verbunden war.


Die Installation:
Zu Beginn habe ich die Rift ohne die Controller und nur mit einem Gamepad getestet, da ich die Controller erst noch nachbestellen musste.
Zu erst musste ich mir auf der Oculus Seite eine Installations Software herunter laden. Danach wurde die software (ca. 1,6 G8) installiert.
Nach der Installation leitet die Software einen in einzelnen Schritten, durch das Einrichtungsprozetere der Rift und deren Controller.
Das ganze ging sehr zügig und unkompliziert von statten.
Nach dem ich alles eingerichtet hatte, musste ich noch im Einstellungsbereich einen Harken setzen, damit auch andere externe Programme die Rift nutzen können und schon
konnte ich loslegen.

Als erstes Spiel testete ich das noch im Alpha Stadium befindliche Subnautica.
Subnautica ist ein Spiel aus der Richtung "Survival". Bei dem Spiel schlüpft man in die Rolle eines auf einem Wasserplaneten abgestürzten
überlebenden, der zu Beginn in einer Rettungskapsel auf dem Planeten landet.
Als ich aus der Rettungskapsel kletterte und den Himmel und die durch die Planetenrotation an einem vorbei ziehende Planeten und Monde durch die Wolkendecke schimmern sah
dachte ich nur "WOW, was für ein Erlebnis". Als ich mich zugleich in die Tiefen des Ozeans stürzte, war meine Begeisterung unbeschreiblich.
Überall schwammen Fische herum, Algen, Korallen leuchteten in dunklen Bereichen. Vor Begeisterung veraß ich ganz, dass mein Sauerstoffgehalt zur Neige ging.
Es gibt in meiner jahrzehnte langen Spielebegeiterung nur wenige Momente, wo ich dieses euphorische Gefühl bei einem Spiel hatte und Subnautica in VR gehört dazu.
Zuvor hatte ich diesen "WOW Faktor" bei Unreal, als ich den Außenbereich auf den Planeten betrat und bei FarCry.
Getrübt wird jedoch die Immersion durch einen so genannten "Fliegengitter effekt", bei dem man die Pixel der OLED Displays erkennt.
Dieser Effekt soll laut Aussagen von Testern auch bei der HTC Vive vorhanden sein.

Als nächstes Spiel habe ich die Weltraum Simulation "Elite Dangerous" im VR Modus getestet.
Zu dem Spiel Elite kann ich nur sagen, dass ich Elite noch aus den C64 Zeiten kenne und mich die Mischung aus Welraum Gefechts- und Handelssimulation schon damals in seinen Bann gezogen hat.
Nach dem Start des Spiels habe ich mich erst einmal den Tutorials zugewand und ich war wie schon damals vom Umfang wie erschlagen.
Zu erst startete ich in einem Asteroiden Feld und habe mich ersteinmal im Cocpit umgeschaut. Ich war überwältigt von der Optik. Überall gibt es Displays die entweder
bereits vohanden sind oder bei dem Blick darauf eingeblendet werden. Als erstes habe ich mich mit der Steuerung vertraut gemacht. Nach über 25 Jahren Elite Inaktivität
musste ich mich erstmal wieder an die für Flugsimulationen ungewöhnliche Lenkung gewöhnen. Schon nach einigen Drehungen, Schub- und Bremsversuchen war es
so wie früher. Starten und Landen, an Planeten vorbei fleigen...alles fühlt sich durch die VR Brille wie mitten im Spiel an.

Nach meinen ersten Elite - Dangerous Erlebnissen habe ich mir im Oculus Shop den 3D Kurzfilm zu "Ghost In The Shell" heruntergeladen und angeschaut.
Die Effekte waren gut und man hatte wirklich das Gefühl bei den dort gezeigten Kampfszenen, direkt im Film zu sein.

Nach einem Tag Oculus Rift konnte ich endlich die nachgelieferten Controller ausprobieren.
Kurz nach der Installation konnte man sich mit den Fuktionen der Controller in einer kurzen Demo in der man sich in einem VR Raum zusammen mit einem
Roboter befindet vertaut machen. Das Greifen mit den Controllern geht innerhalb kürzester Zeit wie in Fleisch und Blut über.
Nach dem Tutorial habe ich die kurze Demo "Bullet Train" von den Machern von "Robo Recal" gespielt. In dem Spiel muss man Horden von Robotern in Schiessbuden Manier mit Waffen (Pistolen, MGs und Granaten)
bekämpfen. Fortbewegen kann man sich per "Teleport Punkte". Nach diversen Horden Wellen musste man einen Endgegner, einen großen Roboter bekämpfen, in dem man die von ihm auf einen abgefeuerten Raketen auffängt und zu ihm zurück schleudert.
und dann war die Demo mit dem Hinweis auf den VR - Shooter "Robo Recall" schon zu Ende. Mir machte dieses kurze VR Shooter Erlebnis spass und war sehr erfreut als ich feststellte, dass Robo Recall beim Kauf der Oculus in Verbindung mit den Controllern
im Bundle mit dabei war.

Nach dem ich Robot Recall heruntergeladen hatte und startete, begann schon das Intro zu dem Horden Shooter. Ich befand mich in der Mitte von mehreren Rotobern, die sich eine Nachrichten Sendung über Roboter Unruhen ansahen.
Kurze Zeit später schüttelten sich die besagten Roboter unter Blitzen, drehten sich zu mir und stürzten sich einheitlich auf mich. Bei dem Erlebniss musste ich sogar kurz zusammenzucken und das Bild wurde schwarz.
Danach befand man sich in einem Fahrstuhl welcher einen in eine Art Zentrale beförderte, wo man mit der Spielmechanik vertraut gemacht wird. Danach geht es auch schon ab ins Gefecht. Man wird von allen Seiten von Robotern
entweder beschossen oder im Nahkampf angegriffen. Als ich die ersten schläge vernahm, färbte sich der Bildschirm rot und ich dachte nur, wie gut, dass es noch kein Gerät gibt, welches bei Treffern, Schmerzimpulse per Elektroschocks an einen verteilt.
Bei den Missionen muss man entwerde Horden von Robotern ausschalten oder einsammeln und zu Teleportpunkten bringen, Relais verteidigen oder Endgegner eliminieren. Nach dem ich den ersten Stadtteil von Robotern gesäubert hatte, war bei mir die Luft raus.
Das Ganze ist doch anstrengender als gedacht und ich kahm bei den ganzen Bewegungen ganz schön ins Schwitzen. Robo Recall ist ein wirklich irres VR Vergnügen. Es macht einen riesen Spass.
VR ist für mich eine ganz neue Erfahrung die ich nach meinen ersten Stunden jetzt nicht mehr missen möchte.
Man darf auf jeden Fall gespannt sein, was an VR Titeln in Zukunft noch auf uns zu kommen wird.

Kurz oder langfristig wird es gerade von der Bildqualität her und dem Sichtfeld
bessere Produkte geben. Acer z.B. arbeitet an einer VR Brille mit einem 210 Grad Sichtfeld Bis zum Erscheinen der nächsten ausgereifteren VR Brillen muss die Rift mir ersteinmal ausreichen.;-)
Wenn ich in ein bis zwei Jahren und davon gehe ich stark aus immer noch von VR so begeistert sein sollte wie jetzt,
werde ich mir auf jeden Fall eine weitere VR Brille mit größerem Sichtfeld und ohne den beschriebenen "Fliegengittereffekt"
zulegen.
Fazit: VR ist eines meiner spannensten Erlebnisse, die ich bisher hatte und für mich als Computerspiele- und Hardware Nerd jeden Cent wert.

06.05.2017

Wirkung von Medien auf den Betrachter

Von DocBotox am 17. Dezember 2014 um 12:44

Gerne werden nach Amokläufen bei denen Zusammenhänge zwischen den Gewalttaten und Medien mit Gewalt Inhalten festgestellt werden, Medien als Sündenbock
und alleinige Ursache für derartige Gräultaten dargestellt . In den Medien liest man dann Berichte wie "Der Amokläufer "X" hat Egoshooter gespielt oder Gewaltvideos konsumiert"
Spielern von Egoshootern wird dann gerne der Stempel "Potentielle Amokläufter" aufgedrückt. Betrachtet man jedoch die einzelnen Fälle etwas genauer, kommt man schnell zu der ernüchternden Erkenntniss, dass nie ein einzelner Faktor bei derartigen Gewalttaten alleine als Ursache auszumachen ist.
Vielleicht liegt es in der Natur des Menschen, dass er komplizierte Vorgänge gerne für sich einfach erklärt haben möchte. Fakt ist, dass auf jeden Menschen Medien anders wirken.

Um die Wirkung von Gewalt in Medien wie z.B. Filmen und Spielen auf den Konsumenten zu erklären nennen Medienwissenschafter folgende Thesen:

- Die Stimulationsthese geht davon aus, dass Gewaltdarstellungen z.B. in PC-Spielen enthemmen und zum Nachahmen anregen.

- Die Katharsisthese dagegen geht davon aus, dass durch das Betrachten von Gewaltszenen/ Spielen von Medien mit Gewaltinhalten, unterdrückte Triebregungen
ausgelebt werden und somit beim Betrachter/Spieler, Aggressivität abgebaut wird.

- Die Habitualisierungsthese besagt, dass häufiges Spielen oder Betrachten von Medien mit Gewaltinhalten zu Gleichgültigkeit gegenüber den Opfern
in den Medien führt und der Konsument die Gewaltanwendung selbst als ein Mittel um möglichen Konflikt zu lösen sieht.

- Die Inhibitionsthese dagegen besagt, dass in Medien dargestellte Gewalt Aggression dämpft, da Gewalt in modernen Industriegesellschaften nicht gebilligt wird.

Wie beispielsweise die Aussage eines Mediums auf den Konsumenten wirkt ist jedoch von vielen (inneren und äußeren) Faktoren abhängig.
Innere Faktoren (Faktoren die in der Person//(der/des) Konsument(in/en) liegen) wären das Alter, Wissen, Wertvorstellungen, Intelligenz, Meinung zu bestimmten Themen etc..
Äußere Faktoren (Faktoren die außerhalb der Person/(der/des) Konsument(in/en) liegen) hingegen sind der Inhalt des Mediums, die Art der Darstellung, die Empfangssituation und die Aussage des Mediums.

Forderungen wie "Ego-Shooter solle man grundsätzlich verbieten", weil sie Menschen zu Amokläufern konditionieren" sind meiner Meinung nach so überflüssig wie ein Kropf.

Ein mündiger und volljähriger Bürger wie ich es bin möchte gerne entscheiden, wie er seine Freizeit gestaltet und was er für PC/Konsolen-Spiele spielt".
Das ich dabei als verantwortungsvoller Mensch natürlich darauf achten muss, dass sich Kinder und Jugendliche in meinem Umfeld nur mit Medien beschäftigen
dürfen, die auch für ihr Alter geeignet sind sehe ich als selbstverständlich an. Und das Kinder vor Medien mit Kinder- und Jugendgefährdenden Inhalten
geschützt werden müssen um deren seelisches- und körperliches Wohl nicht zu gefährden, dürfte wohl jedem verantwortungsvollen Erwachsenen einleuchten.