Angespielt! Trackmania 2: Canyon
Trackmania startete im Jahr 2003 und war seinerzeit revolutionär. Ein Rennspiel mit einfach zu bedienendem Stecken-Editor und Online-Community. Bis heute haben sich mehr als 14 Millionen Nutzer registriert, rund 100.000 Spieler wählen sich täglich ein. Ungefähr jeder Zehnte Nutzer kommt übrigens aus Deutschland und noch immer werden es täglich mehr, die Interesse am Rennspiel zum Selberbauen haben.
Trotz des anhaltenden Erfolgs hat sich Entwickler Nadeo bereits im Jahr 2008 gefragt, was der nächste logische Schritt wäre. Trackmania immer nur zu erweitern, das würde auf Dauer nicht funktionieren. Ein Nachfolger musste her. Doch das allein würde nicht reichen und so entwickelten sie einen Traum und der hieß Maniaplanet. Wenn sich nach eigener Auffassung die überwiegende Mehrheit der Spieler für First Person Shooter und Rollenspiele interessiert, warum bietet man diesen dann nicht die gleiche Erfahrung wie den Millionen von Trackmania-Fans!? Eine Erfahrung, die auf denselben Grundsätzen aufbaut: einfach, zugänglich und schnell, ausgestattet mit in einer Online 2.0-Komponente. Die Technik wäre nicht entscheidend, das zeigt der Erfolg von Trackmania, aber auch etwa der von Counterstrike.
Das Projekt ist zweifelsohne ambitioniert. Die beiden neuen Titel Shootmania und Questmania sollen in die Fußstapfen von Trackmania treten. Der Start von Maniaplanet wird im Juli mit Trackmania 2: Canyon gefeiert. Ein paar Monate später folgt bereits die Beta zu Shootmania und wieder ein paar Monate später dann die zu Questmania. Und dann soll es von vorne losgehen mit Erweiterungen für das jeweilige Spiele. Alles in allem sollen die drei Spiele innerhalb von einem Jahr erscheinen und alle über eine gemeinsame Oberfläche miteinander verbunden sein - Maniaplanet als Eingangsportal.
In Trackmania 2: Canyon steckt mehr Leistung als im Vorgänger. Optisch schaut der Titel mehr als solide aus. Die Physik bleibt weiterhin eigenwillig, damit die Fahrzeuge noch immer über die abgedrehten Strecken rasen können. Ein in diesem Rennspiel üblicher Looping wäre etwa für ein normales Fahrzeug unter gewöhnlichen Bedingungen kaum zu packen. In Trackmania 2: Canyon steuern sich die Fahrzeuge trotzdem durchaus glaubwürdig. Es fühlt sich tatsächlich echt an, wie wir über die Piste brausen, auch wenn es sich dabei natürlich weiterhin um keine Simulation handelt. Aber dieses Konzept würde ohnehin nicht zum Spiel passen.
Bei Trackmania ging es um Spaß und bei Trackmania 2: Canyon soll das laut Studio-Chef Florent Castelnerac weiterhin gelten. Dazu soll es gleichzeitig eine Spur ernsthafter werden und uns mehr packen als noch der Vorgänger. Bei aller Einfachheit soll das Spiel verfeinert, schöner werden. Und das zumindest scheint gelungen. Auf den Strecken haben wir eine ungeheure Weitsicht und fahren durch realistische Umgebungen. Es gibt Strecken, die ein Gefühl wie in Ridge Racer vermitteln und jene, bei denen wir uns im Geschwindigkeitsrausch wie bei F-Zero wähnen. Beide Spiele sind vor allem für ihren Spielspaß bekannt.
Ein Grund für das schöne neue Fahrgefühl sind die vielen Faktoren, die auf das Auto einwirken, ohne dass wir etwa beim Driften unnötigerweise ausbrechen. Beim Probefahren konnten wir uns Runde für Runde verbessern und haben durch den gleichzeitig begleitenden Ghost-Fahrer gesehen, der immer die Streckenbestzeit gefahren ist, an welcher Stelle wir noch Schwächen im Fahrstil aufweisen und uns so kontinuierlich verbessern können. Schön aber auch, dass es nun ein Schadensmodell gibt, selbst wenn es nur optischer Natur ist.
Mit dem Canyon wird genau eine Szenerie angeboten und auch nur ein Auto ist im Paket enthalten. Das finale Spiel soll ungefähr 60 Strecken bieten - jede mit unterschiedlichen Medaillen-Stufen. Das klingt zunächst nicht viel, aber der Titel lebt schließlich von seiner Community und es ist unter anderem der Streckeneditor, um den es bei Trackmania 2: Canyon vor allem geht. Und der wird deutlich mehr Bauteile enthalten als noch der Vorgänger Trackmania United. Trotz der ganzen Kurven, Schanzen, Tunnel, Felsen, Fabriken und vielen anderen Teilen wurde die Blockbauweise beibehalten. Durch die Vielfalt und die bessere Optik wirken damit erstellte Strecken aber insgesamt doch deutlich organischer. Außerdem ermöglicht die neue Engine ein schnelles, aber trotzdem sauberes Rendering von Lichtquellen je nach Tageszeit - und das vollautomatisch. Wird die Strecke natürlich sehr umfangreich, dann braucht die Berechnung vielleicht auch mal ein bisschen länger.
- SEITE:
- 1
- 2
- System:PC
- Genre:Rennspiel
- Entwickler:Nadeo
- Publisher:Ubisoft
- Spieler offline:1-2
- Spieler online:1-200
- USK:Ab 12
- Joe Danger PS3/PSN
- Modnation Racers PS3/PSP
- Trackmania United Forever PC
- Trackmania DS Nintendo DS
- Trackmania Nations Forever PC
- Trackmania Wii Wii


















































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