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Die Zukunft von PSVR: Farpoint und mehr

Der Launch der Playstation VR liegt hinter uns, doch wie geht es mit dem Headset weiter? Wir haben einige vielversprechende Spiele ausprobiert.

  • Text: Sam Bishop

Vor einigen Wochen waren wir zu einer Präsentation eingeladen, auf der einige vielversprechende Playstation VR-Titel gezeigt wurden, doch das feine Farpoint und sein Koop-Modus stachen aus all diesen Spielen heraus. Ich kann nicht zu viel über die Geschichte verraten, da der Koop-Modus außerhalb der Einzelspieler-Erfahrung angesiedelt ist. In dem Spiel befindet man sich auf einem außerirdischen Planeten und ballert mit dem PSVR Aim-Controller auf Aliens. Zusammen mit einem Freund begeben wir uns auf die Oberfläche des Planeten und versuchen, die feindlichen Angriffe zu überleben.

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Wir haben schon über die Steuerung gesprochen - hier noch mal eine kleine Zusammenfassung aus der Sicht eines Rechtshänders: Man hält den vorderen Teil der Knarre mit der linken Hand und bedient den Analog-Stick mit dem linken Daumen. Damit ist die Bewegung geklärt, die weiteren Finger umgreifen den Knopf für das Optionsmenü und die zwei vorderen Trigger für Granaten und solche Dinge. Mit der rechten Hand hält man den Schaft, wie bei einem Sturmgewehr und nutzt den Abzug zum Schießen, an der Seite gibt es eine weitere Taste zum Nachladen. Es gibt zwei Möglichkeiten des Zielens: Im Anfängermodus (das ist der Modus, den ich gespielt habe) steuert man durch tatsächliche, physische Bewegungen des PSVR Aim-Controllers. Mein erfahrener Koop-Partner hat eine Kombination aus der reellen Bewegung und den Knöpfen am Controller eingesetzt, was eher dem traditionellen Gefühl der Ego-Shooter ähnelt.

In den Missionen sind die Gegner jetzt viel variantenreicher, als noch in der letzten Demo. Es gibt die typischen Spinnen, Roboter mit allerhand Schusswaffen, fliegende Drohnen und vieles mehr. Jeder dieser Gegner verfolgt nun Strategien und erfordert eigene Herangehensweisen. Es gibt mittlerweile fünf Waffen im Spiel: Ein Scharfschützengewehr, ein Sturmgewehr, ein Plasmagewehr, eine Needle-Gun und eine Schrotflinte. Dazu kommen Granaten, die natürlich viel mehr Schaden anrichten, und jede Waffe hat ihre Stärken und Schwächen. Beim Sniper muss man im Gegensatz zum Sturmgewehr zum Beispiel manuell nachladen.

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Der Knopf zum Nachladen hat allerdings eine unnatürliche Position und fing schnell an, mich zu nerven. Während der Mittelfinger auf dem Abzug ruht, ist der Nachlade-Knopf weiter oben und rechts davon angesiedelt. Die Position fühlt sich sehr merkwürdig an. Ich habe schnell aufgehört, die Knarre zu benutzten, bei der ich selbst nachladen musste - so nervig war es. Auch wenn es aus Balance-Gründen beabsichtigt sein mag - es ist einfach nerviger als nötig gewesen wäre. Trotzdem machen alle Waffen Laune. Man hat diese Momente wie beim Paintball, bei denen man ein Auge zukneift und einem vor Konzentration die Zunge ein bisschen aus dem Mund hängt, während man zum perfekten Schuss anlegt - jedenfalls soll ich dieses Verhalten gezeigt haben, hat man mir im Nachgang verraten. Das zeigt aber immerhin, wie gut die Immersion mit dem Aim-Controller funktioniert, der sich wie eine echte Knarre anfühlt. Das ist schon allein deshalb so beeindruckend, weil der Controller in einem VR-Ego-Shooter echt präzise sein muss.

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An die Ziel-Steuerung muss man sich natürlich erst einmal gewöhnen, aber das ist eher ein Kompliment und als Kritik. Die meisten Spieler sind es derart gewöhnt, einfach alles mit einem normalen Controller zu tun, dass es angenehm ist, selbst die einfachsten Dinge neu zu erlernen. Manchmal habe ich nach einem Knopf zum Ducken gesucht, bis mir eingefallen ist, dass ich mich halt einfach selbst ducken muss. Es braucht einfach ein wenig, bis der Kopf das drauf hat.

Technisch läuft Farpoint großartig und das Ballern ist eine riesige Freude. Die Waffen lassen sich gut bedienen, das liegt natürlich am Controller und es gibt nichts Cooleres, als seinen Teamkameraden mit deren echten Bewegungen im Spiel zu sehen. Allerdings sehen die Spieler ein wenig seltsam aus, da sie sich mit dem Analogstick bewegen und das wirkt, als wäre ihr Oberkörper von der Hüfte und den Beinen getrennt.

Kurz gesagt: Farpoint macht höllisch Spaß und ist vermutlich eines der besten VR-Spiele für die PS4. Das VR-Geballer hat Sony perfekt hinbekommen. Es war schon immer mein Wunsch, ordentliche Waffen in der virtuellen Realität abzufeuern, statt mich mit den Paintball/Laser-Alternativen zu begnügen, Farpoint liefert genau das. Der Koop-Modus wird ohne Frage sehr populär werden. Ein paar mehr Knarren wären nett gewesen, aber wenn man sich erst einmal zurechtgefunden hat und weiß, wie man sich bewegt und schießt, zieht einen das Spiel schnell in seinen Bann.

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