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Diablo III: Reaper of Souls

Leben und Sterben des Necromancer in Diablo III

Das Dungeon-Abenteuer Diablo III ist vor fünf Jahren an den Start gegangen, Reaper of Souls ist auch schon die Jahre alt - aber Blizzard baut das Spiel immer weiter aus.

Im letzten Jahr auf der Blizzcon hat Blizzard die männliche Version des Necromancers für Diablo III angekündigt, die irgendwann in diesem Jahr an den Start gehen soll. Ich konnte mir neulich die weibliche Version dieser Klasse näher ansehen, die völlig andere Fähigkeiten bietet. Auf dem gleichen Event hatte ich zudem die Gelegenheit, mit Producer Rob Foote und Senior Designer Matthew Berger über die Klasse und die Geschichte des Spiels zu sprechen.

"Diesen Mai ist es fünf Jahre her, dass Diablo III erschienen ist und es ist drei Jahre her, seit Reaper of Souls veröffentlicht wurde - und es ist viel Arbeit, eine Klasse zu kreieren", sagt Foote. "Ehrlich, es ist vermutlich eines der intensivsten Features, die man entwickeln kann. Es fängt mit einer Idee an und die Idee für den Necromancer war stark. Nach dem wir das hatten, brauchten wir über 20 Skills dazu und dann noch fünf Runen für jeden einzelnen Skill, dazu noch vier Sets obendrauf und eine Reihe Legendaries. Das endet in einer ganz schönen Menge Arbeit."

Diablo III: Reaper of SoulsDiablo III: Reaper of Souls
Die jetzt auf der PAX East gezeigte Version war eher ein "Nahkampf-Mancer", der einen mitten in die Action schickt.

Matthew Berger hat derweil auch noch darüber gesprochen, wie viel Arbeit allein in einer Fähigkeit wie "Wiederbeleben" steckt, bei der die Entwickler alle möglichen Kreaturen und Gegner beachten müssen, die der Necromancer zurück ins Leben bringen kann. "Es ist eine ziemlich einfache Vorgabe, aber sachlich tatsächlich sehr viel Arbeit", sagt Berger. "Die Fähigkeit muss funktionieren und dann muss man alle Monstern durchgehen, die tatsächlich wiederbelebt werden können. Entscheidungen müssen getroffen werden, wie genau sie wiederbelebt werden und das ist ein riesiger Haufen Arbeit für nur eine Fähigkeit."

Die Version des Necromancers, die Blizzard auf der Blizzcon zeigte, war der klassische mit Tieren verbundene Necromancer. Die jetzt auf der PAX East gezeigte Version war eher ein "Nahkampf-Mancer", der einen mitten in die Action schickt, um das meiste aus Fähigkeiten wie Blood Nova herauszuholen. Außerdem wurde noch Grim Scythe, Devour, Golem, Blood Rush und Leech gezeigt. Mit Grim Scythe kann man Gegner in großem Bogen angreifen und erhält dabei Essenz. Blood Nova ist genau wie es klingt - ein riesiger Geysir aus Blut, der Schaden an alle Gegner um einen herum austeilt. Besonders interessant ist der Verbrauch von Gesundheit - zusätzlich zur Essenz - man muss das Ding also mit Bedacht einsetzen oder man wird verwundbar. "Das erinnert mich an die Szene in The Shining, in der diese Welle aus Blut durch den Korridor schwappt", erzählt Foote.

Um das auszugleichen gibt es Leech, eine Fähigkeit, die Gegner verflucht und uns Gesundheit zurück gibt, während wir Schaden austeilen. Auch wenn ich keine Gelegenheit hatte, im Koop-Modus zu spielen - die Fähigkeit stellt auch die Gesundheit von Verbündeten wieder her. Ein weiterer Skill ist Devour, mit dem man Essenz gewinnt, in dem man die Kadaver auf dem Schlachtfeld verschlingt. Und dann ist da noch Blood Rush, mit dem man sich schnell teleportieren kann - sehr praktisch, wenn man es mit Blood Nova ein wenig übertrieben hat.

Diablo III: Reaper of SoulsDiablo III: Reaper of Souls
Blizzard war es sehr wichtig, den Necromancer wie jede andere Klasse zu behandeln.

Während meiner Session mit dem Necromancer durfte ich auch den Blood Golem ausprobieren (vielleicht kennt ihr ihn noch aus Diablo II). Die Golem-Fähigkeit schickt ihn dorthin, wo der Cursor sich befindet (am PC), um dort eine Menge Schaden auszuteilen und gleichzeitig unsere Gesundheit wiederherzustellen. Das scheint eine sehr nützliche Fähigkeit zu sein für eine Klasse, die weniger auf Nahkampf ausgelegt ist. Der Golem ist auch ein schönes Beispiel dafür, wie sich der Necromancer vom Witch Doctor unterscheidet, der auch viele Tiere einsetzt. Der Necromancer hat mehr aktive Kontrolle über seine Helfer und es war eine bewusste Entscheidung, sich mehr auf Blut und Knochen und nicht auf Gift zu konzentrieren

Blizzard war es sehr wichtig, den Necromancer wie jede andere Klasse zu behandeln. Also sind sie durch jeden Akt gegangen und haben Sprachausgabe hinzugefügt - man kann also das gesamte Spiel mit der neuen Klasse zocken. Die neue Perspektive des Necromancers aufs Leben (und den Tod) wird sicher interessant. "Sie sieht die Dinge anders als die anderen Klassen," erklärt Berger. "Bei ihr dreht sich alles um Balance, das große Ganze. Am Ende des Tages müssen wir das Sanctuary retten, auch wenn ein paar Leute dabei draufgehen. Sie sieht die Dinge anders. Sie schlägt sich die ganze Zeit mit Untoten und Skeletten herum und bringt Tote zurück."

The Rise of the Necromancer wird in der zweiten Hälfte des Jahres erscheinen, vermutlich nach einer längeren Phase im PTR (Public Testing Realm). "Wir werden nie alles hinbekommen (bezogen auf die Balance)", erklärt mir Berger. "Sobald wir das Gefühl haben, der Necromancer ist komplett, starten wir mit der PTR - und dann werden uns die Spieler überraschen." Wann das genau sein wird, fragt ihr euch? "Nun, wir müssen erst die Skills fertig haben und wir wollen die Runen fertig haben", sagte Foote dazu. "Wir wollen den Leuten etwas geben, dass ihnen erlaubt, uns vernünftiges und gutes Feedback zu geben. Soweit sind wir noch nicht. Es gibt also kein exaktes Datum, aber natürlich vor der Veröffentlichung..."

Diablo III: The Rise of the Necromancer mag noch keinen Erscheinungstermin haben, aber nachdem ich zumindest die weibliche Version ausprobieren konnte, scheint es ganz so, als würde sich Blizzard die Zeit nehmen um sicherzustellen, das alles richtig ist. Und, noch wichtiger, das sich die Necromancer-Klasse neu, interessant und ausbalanciert anfühlt. Das dürfte sich auszahlen, wenn die Spieler das Spiel endlich in den Händen halten.

Diablo III: Reaper of Souls
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